Altach am abgrund: traum vom pokalsieg zerplatzt – rettungskampf beginnt!

Die Enttäuschung ist greifbar: Der SCR Altach hat im Finale des ÖFB-Cups gegen den LASK in letzter Sekunde den Traum vom ersten großen Titel verspielt. Nach Verlängerung verloren, steht für die Vorarlberger nun der ernste Kampf um den Klassenverbleib im Vordergrund. Ein Finale, das mehr als nur eine Niederlage bedeutet – es ist ein Weckruf.

Die bittere erkenntnis nach dem verlorenen traum

Lukas Jäger, Altachs Kapitän, sprach von der „bittersten Niederlage“ seiner Karriere. Und das ist mehr als nur eine Floskel. Die Mannschaft von Ognjen Zaric hatte lange Zeit gut gespielt, lag sogar bis zur 66. Minute in Führung. Doch das Volleytor von Samuel Adeniran katapultierte die Linzer zurück ins Spiel, und in der Verlängerung setzte sich die größere Qualität des LASK durch. Die Köpfe hängen tief, aber die Zeit für Selbstmitleid ist abgelaufen.

Was niemand sieht: Die enorme Belastung, die der Pokalfinale auf die Mannschaft gelegt hat. Zaric betonte die „unglaubliche Qualität“ der LASK-Bank – ein Faktor, der den Unterschied ausmachte. Altach hatte zwar den Gegner vor Aufgaben gestellt, doch am Ende fehlte die frische Kraft und die Möglichkeit, auf unvorhergesehene Situationen zu reagieren.

Der blick nach vorne: entscheidung am montag

Der blick nach vorne: entscheidung am montag

Schon am Montag steht das entscheidende Heimspiel gegen den WAC an. Ein Sieg wäre die erlösende Kehrtwende im Abstiegskampf, würde Altach vorerst den sicheren Verbleib in der Bundesliga sichern und sogar die Möglichkeit auf das Play-off um die Europa League eröffnen. Eine Niederlage würde den Abstiegskampf hingegen dramatisch verschärfen, denn das Schlusslicht aus dem Lavanttal liegt nur vier Punkte zurück. Die Tabelle lügt nicht, aber sie ist auch nicht alles – Altach muss jetzt zeigen, dass die Enttäuschung nicht die Beine lähmt.

Ein fragwürdiger Moment im Spiel sorgte zudem für Aufregung: Schiedsrichter Julian Weinberger pfiff nach einem Zusammenstoß nicht ab, als zwei Altacher Spieler am Boden lagen. Eine Entscheidung, die schwerwiegende Folgen haben könnte. Die Aufarbeitung der Finalniederlage begann sogleich am Wörthersee, doch die Spieler wissen: Die Vergangenheit ist vergangen, die Zukunft wird am Montag geschrieben.

Die bittere Ironie: Altach verlässt Klagenfurt erst am Samstag, doch der Fokus liegt schon voll auf dem WAC. Der Klassenverbleib wird zur Zittersache – und die Fans dürfen sich auf einen spannenden Montagabend einstellen.