Freigang schießt frankfurt mit hattrick auf europakurs
Laura Freigang hat den HSV mit einem Blitz-Hattrick innerhalb von 29 Minuten zerstört. Die 28-Jährige traf nach der Pause dreimal und schraubte ihre Saison-Bilanz auf zehn Treffer. Die Eintracht gewann 4:1 (1:0) und baute die Abstände zu den Verfolgern aus.
Der auftakt: ein schock aus dem nichts
Die Hamburgerinnen begannen mutig, ließen die Frankfurterinnen laufen, wirkten auf dem Papier unterlegen, aber nicht auf dem Rasen. Melanie Brunnthaler setzte Nina Lührßen dreimal in Verzug, doch der letzte Pass sprang zu weit. In der 29. Minute erlöste Memeti mit einem cleveren Zuspiel Freigang – abgefälscht, unhaltbar, 1:0. Der Jubel wirkte wie ein Seufzer der Erleichterung.
Die zweite Hälfte begann wie eine Kopie der ersten: Hamburg störte hoch, Frankfurt fand keine Lücke. Dann kam der Standard. Camilla Linberg zirkelte den Freistoß über die Mauer, ins Kreuzeck, 1:1. Die HSV-Fans hatten sich noch nicht wieder gesetzt, da lag der Ball schon wieder im Netz. Lührßen flankte, Freigang vollstreckt – 2:1. Fünf Minuten zwischen Ausgleich und neuer Führung, das sind die Momente, die Spiele entscheiden.

Der knockout: elfmeter und konter
Der Strafstoß war ein Geschenk. Victoria Schulz grätschte zu spät, Elisa Senß ließ sich nicht zweimal bitten. 3:1, die HSV-Deckung zog sich auseinander wie ein altes Zelt. In der 84. Minute dann die Szene des Tages: Gräwe steckt, Blomqvist sprintet, Freigang vollendet. Drei Pässe, acht Sekunden, 4:1. Die Hanseaten standen wie versteinert, die Eintracht wie entfesselt.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 16:4 Torschüsse, 62 Prozent Ballbesitz, drei Punkte. Frankfurt bleibt auf Rang drei, nur zwei Zähler hinter Bayern. Am Mittwoch kommt BK Häcken, ein weiterer Schritt Richtung Europa. Freigang wird wieder starten, und der Gegner weiß: Wenn sie läuft, läuft die Eintracht.
