Frank schmidt zögert: nach 18 jahren fch steht der große rückzug bevor

Seit 18 Jahren steht Frank Schmidt an der Seitenlinie des 1. FC Heidenheim – jetzt schwankt der Rekordtrainer erstmals zwischen Bleiben und Gehen. Der Vertrag läuft zwar bis 2027, doch intern fragen sich alle: Wird der 52-Jährige nach der Saison die Kraft für einen Neuanfang in Liga zwei aufbringen?

Die stunde der wahrheit rückt näher

Die stunde der wahrheit rückt näher

Früher klappten Verlängerungen beim FCH wie am Fließband, diesmal herrscht Schweigen. Keine Gespräche, keine Zusagen, keine Garantien. Schmidt selbst redet das Thema runter, konzentriert sich auf den Keller-Krimi, aber hinter den Kulissen brodelt es. Die Zahlen sind gnadenlos: 14 Punkte aus 26 Spielen, elf Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz – theoretisch möglich, realistisch utopisch.

Samstag kommt Bayer Leverkusen, bereits aus der Champions League ausgeschieden. Für Heidenheim die letzte Chance auf ein Erfolgserlebnis, für Schmidt vielleicht die letzte Heim-Show. Wer ihn kennt, weiß: Er hasst Niederlagen, selbst beim Mensch-ärgere-dich-nicht. Doch dieses Mal geht es nicht nur um drei Punkte, sondern um die Frage, ob er sich erneut in eine Zweitliga-Saison 100-prozentig reinbeißen kann.

Der Verein würde ihn behalten, die Fans skandieren seinen Namen, doch Schmidt schweigt sich aus. Die Entscheidung liegt allein bei ihm – und die Uhr tickt. Noch acht Partien, dann könnte eine Epoche enden, die den 1. FC Heidenheim vom Oberliga-Verein zur Bundesliga-Sensation machte. Ohne Schmidt kein Aufstieg, ohne Aufstieg kein Märchen. Aber selbst Märchen haben ein Finale.