Fischer gesteht gefälschten impfnachweis für olympia – busse: 38 910 franken

Patrick Fischer fuhr mit einem gefälschten Covid-Zertifikat nach Peking, um seine Schweizer Eishockey-Nati zu coachen – und schrieb damit die unrühmlichste Kapitel seiner Karriere. Der Bund verurteilte den 54-Jährigen im vergangenen Jahr zu einer saftigen Geldstrafe von 38 910 Franken; der Skandal schwappt jetzt erst ans Licht.

Die notlüge, die keiner merken sollte

Der Verband erklärt, weder Swiss Olympic noch der SIHF hätten von der Fälschung gewusst. Fischer selbst spricht von einer „aussergewöhnlichen persönlichen Notlage“. Er wollte sich nicht impfen lassen, auf die Spiele aber auch nicht verzichten. Also griff er zu einer gefälschten Bescheinigung – und setzte sich, das Team und die gesamte Delegation einer rechtlichen Mine aus.

Im Oktober 2021 hatte er noch versichert: „Ich bin kein Impfgegner, ich bin kein Impfbefürworter.“ Die Worte klingen heuchlerisch, wo der Coach doch bald darauf die illegalere aller Lösungen wählte. Der SIHF zog nach intensiven Gesprächen einen Schlussstrich; für Fischer ist die Sache längst nicht vorbei. Sponsoren gucken genau hin, Fans reagieren verärgert, die Medien werden die Geschichte bis zur Weltmeisterschaft begleiten.

Was die busse wirklich bedeutet

Was die busse wirklich bedeutet

38 910 Franken – das entspricht etwa zwei Monatsgehälern eines Nationaltrainers. Es ist viel Geld, aber das Problem ist das eingebrochene Renommee. Eishockey lebt von Fairplay, vom Respekt vor Regeln. Wenn der Chef selbst betrügt, wirft das Schatten auf jeden Spieler, der sich anstrengt, legal an den Start zu gehen. Die Nati muss nun beweisen, dass der Sport grösser ist als der Fehltritt ihres Coaches.

Ob die WM im Mai ein „sportliches Fest“ wird, wie Fischer sich wünscht, entscheidet sich auch an der Frage: Vertrauen ihm die Spieler noch? Die Antwort kommt auf dem Eis – und in den Köpfen.