Fanny smith knallt zurück, schweiz feiert doppelsieg im skicross

Fanny Smith lässt Kanada erbeben. Nach nur drei Wochen Pause folgt der nächsteKracher: Sie gewinnt in Craigleith – und schleppt die ganze Schweizer Garde mit ins Finale.

Smiths comeback verpufft nicht – es explodiert

Die 31-jährige Waadtländerin hatte sich beim Training in Val Thorens den Oberschenkel geprellt, verpasste Weltcup-Rennen in Georgia und war eigentlich nur «zum Testen» nach Kanada gereist. Daraus wurde ein Statement. Viertelfinale: Zweite. Halbfinale: Zweite. Finale: Erste – mit drei Längen Vorsprung auf Hanna Schmidt. «Ich wollte nur schauen, ob das Bein mitmacht. Es hat geantwortet: Gerne, wann starten wir?»

Hinter Smith landete Saskja Lack auf Rang vier. Die Zürcherin dominierte ihre Läufe bis ins Endrennen, verlor dort aber den Rhythmus. «Ich hatte Körper, aber keine Beine mehr», sagte sie. Dennoch: Zwei Schweizerinnen auf dem Podest – das gab es zuletzt 2019.

Zippert scheitert, männer enttäuschen

Zippert scheitert, männer enttäuschen

Isabelle Zippert wollte nachlegen, rutschte im Halbfinale jedoch auf Eis und schied aus. Beim kleinen Finale blieb sie liegen – Platz acht. «Das tut weh, weil das Podest greifbar war», sagte die St. Gallerin.

Bei den Männern fehlten die Farben Rot-Weiss oben ganz. Alex Fiva, Tobias Baur und Romain Detraz erwischten in Achtelfinale jeweils den schlechteren Start und kratzten sich raus. Jonas Lenherr sagte kurzfristig ab. Ryan Regez rettete mit Platz sechs das Gesicht. Sieg ging an Youri Duplessis-Kergomard – Frankreich jubelt, Schweiz wundert sich.

Junioren-duo versetzt st. moritz in ekstase

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Während die Elite in Kanada kämpfte, rissen die Nachwuchshoffnungen in der Heimat alle Register. Chiara von Moos und Celien Crettet lieferten im Teamevent ein Lehrstück in Synchronität ab. Nach Einzelgold am Freitag folgte Teamgold am Samstag. «Wir haben uns die Läufe eingeteilt wie beim Tennis: Ich blockiere, sie schießt», sagte von Moos. Die Taktung ging auf – 1,8 Sekunden Vorsprung auf Frankreich, Silber für Österreich.

Das Resultat: Drei Goldmedaillen an einem Wochenende, zwei Kontinente, ein Verband. Der Schweizer Skicross schickt ein Signal – die Dominanz geht in die nächste Runde.