Euroleague kocht: roter stern schlägt ein, asvel versinkt – wer zittert noch?
Mit nur noch sieben Spieltagen bis zu den Playoffs schlägt die EuroLeague neue Wellen. Die Nacht gehörte Belgrad: Roter Stern zertrümmert die Unbesiegbarkeit des Tabellenführers Fenerbahce und wirft die Meisterfrage wieder offen. Olympiakos, Real Madrid und Valencia lauern bereits auf Platz zwei – nur zwei Siege trennen sie von den Türken.
Italiens hoffnung trägt mailand
Olimpia Mailand schnappt sich mit einem Sweep im 31. Spieltag die Top-Performance des Turniers. Die Rossoneri verteidigen damit Rang fünf und halten zugleich die Konkurrenz aus Madrid und Piräus auf Distanz. Coach Ettore Messina schickt seine Rotation mit nur acht Spielern über die Parkette – und trifft. Die Dreierquote klettert auf 42 %, die Defense kassiert in den letzten fünf Minuten nur 0,89 Punkte pro Possession. So sieht ein Playoff-Kandidat aus.
Doch nicht jeder kann jubeln. Lyon-Villeurbanne rudert mit 0:4 in der letzten Woche dem Abstieg entgegen. Der französische Meister kassiert 97 Punkte pro Spiel, verliert die Rebounds 38:46 und verschenkt dazu 16 Ballverluste. Coach TJ Parker spricht von „einem Blackout, der uns die Saison kosten kann“. Die Konkurrenz aus München und Tel Aviv atmet erst einmal durch – aber auch sie dürfen nichts mehr falsch machen.

Bayern und maccabi rutschen ab
Bayern München verliert den Anschluss an die Top-8. Die Bayern kassieren gegen Alba Berlin die dritte Niederlage in Serie, die Defense bricht in der zweiten Hälfte ein. Andrea Trinchieri schimpft über „mangelnde Präsenz unter den Brettern“ – mit 38 % Feldwurfquote gewinnt man in der EuroLeague kein Spiel. Maccabi Tel Aviv steht nur einen Sieg besser da. Die Israelis verlieren zuletzt viermal in Folge, die Dreierquote sackt auf 29 % ab. Die Playoffs rücken in weite Ferne.
Die Tabelle oben zwingt alle Teams in die Knie. Fenerbahce führt mit 24 Siegen, doch der Vorsprung schmilzt. Olympiakos, Real und Valencia folgen mit 22 Erfolgen. Dahinter trennen nur zwei Siege Platz vier von Platz zehn. Jeder Ball, jede Rotation, jede Entscheidung zählt. Die EuroLeague wird zur Glanzstunde der Nerven.
Am 32. Spieltag gastiert Roter Stern in Valencia – ein Sieg und der Serbe schiebt sich auf Rang zwei. Mailand empfing Anadolu Efes, Bayern muss nach Kaunas, Maccabi reist nach Madrid. Die Uhr tickt. In 21 Tagen entscheidet sich, wer im Mai noch um die Trophäe spielt. Die Saison steht auf Messers Schneide – und sie wird blutig.
