Böller verletzt rwe-torwart wienand – sieg zur nebensache

Ein Böller aus dem Mannheimer Fanblock hat am Dienstagabend das Drittliga-Spiel zwischen Rot-Weiss Essen und Waldhof Mannheim in einen Albtraum verwandelt. Torhüter Felix Wienand ging in der 53. Minute zu Boden, beide Hände an die Ohren gepresst, das Gesicht verzerrt vor Schmerz. Das 1:0 für die Essener? In diesem Moment interessierte das niemanden mehr.

Schiedsrichter kernchen schickt beide teams in die kabine

Schiedsrichter kernchen schickt beide teams in die kabine

Schiedsrichter Lennart Kernchen unterbrach die Partie sofort. Mehr als 40 Minuten standen die Spieler in den Katakomben, während draußen auf den Rängen die Frage im Raum stand, ob dieses Spiel überhaupt noch fortgesetzt werden kann. Letztlich wurde es das – aber ohne Wienand, der noch im Stadion erstversorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht wurde. Ersatztorwart Tino Casali übernahm seinen Platz.

RWE bestätigte kurz nach Abpfiff die erste Diagnose: Knalltrauma und akute Belastungsreaktion. Weitere Untersuchungen stehen noch aus. Trainer Uwe Koschinat hatte während der Unterbrechung wütend in Richtung des Gästeblocks gestikuliert – ein Bild, das die Stimmung des Abends auf den Punkt brachte. „Ihm geht es wirklich nicht gut