Duplantis holt gold in torun und zieht mit bubka gleich

Armand Duplantis kehrt nach Torun zurück und gewinnt. Kein Weltrekord, keine Show, nur nüchterne Klasse: 6,25 Meter, WM-Gold, Punkt.

Die höhenluft ist sein wohnzimmer

Der Schwede springt in der Halle mittlerweile so routiniert über 6 Meter, dass selbst die Kommentatoren kurz einnicken. Dann kommt ein leises Klackern, der Stab senkt sich, und alle wissen: Duplantis hat wieder abgerechnet. In der Arena von Torun, wo er 2020 mit 6,17 Metern erstmals die Weltrekordmarke riss, legte er nun nach: 6,25 Meter, keine drei Fehlversuche, keine Gnade für die Konkurrenz.

Die Zahl, die bleibt, ist vier. Vier Hallen-Weltmeistertitel, damit zieht er mit Sergej Bubka gleich. Der Verglech hinkt, wo er nur kann: Bubka brauchte für seine vier Golds neun Jahre, Duplantis nur fünf. Bubka sprang 46 Mal über die Sechs, Duplantis schon 104 Mal. Und er ist 26.

Karalis liefert das einzige duell

Karalis liefert das einzige duell

Emmanouil Karalis war einst in Birmingham 2018 noch vor Duplantis Fünfter, heute war er der einzige, der das Duell annahm. Drei Mal rutschte er an 6,20 Meter ab, einmal an 6,25. Die Trostpreise: 6,05 Meter und Silber. Kurtis Marschall sprang 6,00 Meter, bekam Bronze und war danach so schnell wieder weg, dass man die Medaille fast übersehen hätte.

Duplantis selbst verzichtete auf den Weltrekord, obwohl die Latte später auf 6,31 Meter lag. Er winkte ab, gratulierte, umarmte Karalis und verließ die Halle mit einem Grinsen, das sagt: Ich spare mir den Rekord für draußen. Die Saison beginnt erst.

Die Statistik kennt kein Erbarmen: 104 Sprünge über 6 Meter, 16 Weltrekorde, vier WM-Titel – und noch kein Ende in Sicht. Wer jetzt noch auf eine Schwächephase wartet, sollte sich einen neuen Zeitvertreib suchen.