Götze raus: weltmeister sitzt gegen mainz außen vor
Mario Götze darf nicht mit. Der 33-Jährige, der 2014 das WM-Tor schoss, das Deutschland zum vierten Stern verhalf, steht am Sonntag in Mainz nicht im Kader von Eintracht Frankfurt. Kein Verletzungsfall, keine Suspendierung – einfach nur die nüchterne Entscheidung von Trainer Albert Riera, den Weltmeister zu Hause zu lassen.
Krösche schweigt zum kader, betont aber götzes stellenwert
Sportvorstand Markus Krösche wollte im ZDF-Sportstudio keine Stellung nehmen. „Sie glauben ja nicht, dass ich jetzt vor dem Mainz-Spiel irgendwas, was den aktuellen Spieltagskader angeht, kommentiere“, sagte er und lächelte gequält. Dabei ist klar: Die Entscheidung gegen Götze ist kein Einzelfall mehr. Zweimal saß er zuletzt 90 Minuten durch, einmal wurde er gar nicht erst eingewechselt.
Dennoch betont Krösche die Bedeutung des Mittelfeldspielers: „Mario ist für uns ein extrem wichtiger Spieler. Nicht nur auf dem Feld, sondern auch außerhalb.“ Die Eintracht habe „eine sehr junge Mannschaft“, und Götze gebe „Halt und Ratschläge“. Der Vertrag läuft im Sommer aus, eine Verlängerung steht offenbar bevor – trotz des Stammplatz-Abstiegs.

26 Einsätze, aber kein rhythmus mehr
In dieser Saison kam Götze auf 26 Pflichtspiele, doch die Minuten werden weniger. Seit der Rückrunde ist er nur noch Joker – und selbst das Aushängeschild der WM 2014 scheint in Frankfurt nicht mehr unantastbar. Die Frage ist nicht mehr, ob Götze noch kann, sondern: Passt er noch in Riellas System?
Am Sonntag um 15.30 Uhr wird das Stadion in Mainz voll sein, die Eintracht will im Kampf um die Europa-League-Plätze zulegen. Götze wird zuschauen – nicht auf der Bank, sondern vor dem Fernseher. Für einen Weltmeister ein seltsames Gefühl. Für die Eintracht ein Zeichen: Hier zählt kein Name, nur die Form.
