Dritte liga dreht auf: aufstiegsrennen kippt nach nachholspielen

Die 3. Handball-Liga zittert sich in die Schlussphase – und keiner kann sicher durchatmen. Nach den Nachholspielen dieses Wochenende rutschten Tabellenkalkulationen durch den Kakao, vier Klubs streichen sich bereits jetzt aus dem Aufstiegsrennen, und in zwei Staffeln bahnt sich ein Kopf-an-Kopf-Duell an, das bis zum letzten Wurf brennt.

Die Lage: Im Nord-Osten fährt MTV Braunschweig weiterhin Dampf. Das 35:32 gegen Eider Harde war trotz 14:22-Pausenstand ein Demonstrationskampf – fünf Punkte Vorsprung auf Aue, zwölf auf Rang drei. Doch die wahre Wucht entfaltet sich im Westen: TV Emsdetten ist zwar Spitzenreiter, doch ASV Hamm-Westfalen zog mit dem 39:28-Derbysieg in Ahlern vorbei an Vinnhorst und schickt eine klare Botsung Richtung Europaschiene.

Süd-west und süd: spitzen-duos lassen hanau und pfullingen abblitzen

Süd-west und süd: spitzen-duos lassen hanau und pfullingen abblitzen

Im Süd-Westen haben HG Saarlouis und TV Gelnhausen sich ein eigenes Rennen verpasst – sechs Punkte Vorsprung auf Verfolger Hanau. Dort raucht denen der Motor, während die Saarländer mit jugendlicher Frische Tempo machen. Im Süden rutschte Erlangen II nach dem 42:32 in Heilbronn auf Platz zwei und lässt Pfullingen (35:27 in Leutershausen) weiter um den letzten Aufstiegsplatz jagen.

Die große Unbekannte bleibt die Besetzung der Aufstiegsrunde. Vier Erstligareserve-Teams haben bereits erklärt, nicht mitzufahren. Wer springt nach? Zweitliga-Reserven dürfen nicht, also rücken ambitionierte Regionalliga-Größen wie Wölfe Würzburgoder Wilhelmshaven in den Fokus – sofern sie ihre Hausaufgaben erledigen.

Die Tabelle lügt nicht, aber sie trägt auch nicht die ganze Wahrheit. Wer jetzt den Atem anhält, verpasst vielleicht schon den entscheidenden Pass. Die nächsten 14 Tage sind kein Sprint mehr – es ist ein Slalom bei Vollgas. Und am Ende zählt nur: Wer trifft, wer träumt, wer zittert in der Relegation.