Duisburg rauscht gegen ingolstadt an zwei elfern vorbei – hirsch explodiert
0:0 im Suppen-Nebel von Ingolstadt, aber die Null auf dem Tabelle-Display schreit lauter als der Schiri-Pfiff. MSV-Coach Dietmar Hirsch donnerte nach Abpfiff durchs MagentaSport-Mikro: „Zwei klarer Strafstöße! Der Schiedsrichter war schlecht!“ Seine Spieler hatten sich bereits in der Kabine gefasst, er selbst nicht.
Die szenen, die den trainer kochen ließen
Sekunden vor dem Pausentee räumte Ingolstadts Gustav Christensen Joshua Bitter von hinten ab – draußen, klar, kein Diskussionsfoul. Doch in der 68. Minute rutschte ein Schanzer-Bein durch und ließ Florian Krüger im Sechzener fallen. Kein Pfiff, keine VAR-Prüfung, nur Hirsch’ aufgebrachte Gestik an der Seitenlinie. Felix Weller, der Unparteiische, blieb stur. Duisburg blieb stutzig.
Der Rest war Nebel-Kick: lange Bälle verschwanden in der Suppe, Pässe landeten im Nichts. Patrick Sussek, einst Schanzer, heute Zebras-Außenläufer, spuckte nach dem Schlusspfiff Wortfetzen aus: „Man konnte die langen Bälle nicht mehr sehen. Das hat gepasst zu dem Spiel.“ Ein Kompliment war das nicht.

Die tabelle lügt nicht – duisburg verliert anschluss
Zwei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Cottbus, vier auf Osnabrück. Die Konkurrenz gewinnt, Duisburg remist. Hirsch versucht, das Positive zu ziehen: „Wir haben auswärts so viel auf den Deckel bekommen, da war das heute eine Steigerung.“ Stimmt, die Null stand, die Fünferkette funktionierte. Nur: vorne passierte nichts. Kein Torschuss nach der Pause, kein Durchbruch, kein Plan B.
Am Sonntag kommt Saarbrücken in die Wedau. Dort ist Duisburg diese Saison noch ungeschlagen, doch die Gäre rund um den Klassenerhalt brodelt bereits. Wer die Spitze nicht mitgeht, wird irgendwann eingeholt. Sussek wischt ab: „Wir müssen uns keinen Druck machen.“ Die Tabelle macht’s trotzdem.
