Coello verwandelt mexiko in seine private siegesshow – 29 siege, kein einziges mal gestolpert

Arturo Coello spielt in Mexiko nicht einfach nur Padel, er schreibt dort Sportgeschichte. Beim P2 von Cancún feierte der 22-jährige Spanier seinen sechsten Turniersieg in Folge auf mexikanischem Sand – eine Serie, die seit Dezember 2021 andauert und mittlerweile 29 Siege umfasst, ohne dass er auch nur ein Match verlor.

Der garten des königs liegt in cancún

Der garten des königs liegt in cancún

Im Finale zerlegten Coello und sein Partner Agustín Tapia das Duo Juan Lebrón und Leo Augsburger mit einer Mischung aus Rohstoff und Raffinesse, die an ein Kunststück erinnert. Coello wurde zum MVP des Endspiels gekürt – nicht nur, weil er 40 Winners schlug, sondern weil er bei nur neun unerzwungenen Fehlern die Konstante in einem Spiel war, das sonst nur Tempo kannte.

Die Zahlen von Padel Intelligence sprechen eine klare Sprache: Coellos Match-Rating von +36,56 liegt in einer Dimension, die selbst bei Weltklasse-Spielern selten zu sehen ist. Er dominierte das Netz, las die Bälle wie ein Scanner und spielte Lebrón mit dessen eigenen Waffen aus – Speed, Winkel, Druck.

Die schnellen Outdoor-Plätze Mexikos sind sein Revier. Die hohe Flugbahn des Balons, die trockene Hitze, die leichte Abnutzung – all das passt zu Coellos Spiel wie das Holz zum Schlager. Seit er 2022 mit Fernando Belasteguín den Major in Monterrey gewann, hat er das Land zum eigenen Revier erklärt. Open, P1, Major – egal, er nimmt, was er will.

Die letzte Niederlage in Mexiko datiert vom Dezember 2021. Damals scheiterte er im Achtelfinale des World Padel Tour. Seitdem ist er unbesiegt – ein Lauf, der mindestens bis November andauern wird, wenn die Tour wieder in Mexiko Station macht.

Doch Ruhe gibt es nicht. Schon nächste Woche geht es nach Miami – Coellos zweite Heimat, wo er residiert und trainiert. Das Turnier findet in der Halle statt, langsamer Belag, klimatisierte Luft, ein ganz anderes Spiel. Genau dort scheiterte er 2024 im Halbfinale. Nun will er den Beweis antreten, dass er nicht nur in Mexiko, sondern auch in der geschlossenen Arena der Beste bleibt.

Die Konkurrenz schaut nach Mexiko und weiß: Solange Coello dort landet, ist Platz zwei die beste Chance. Die Frage ist nicht, ob er gewinnt – sondern, wie lange er noch weiter siegen will.