Bvb schlägt augsburg 2:0 – reggiani trifft mit 18 jahren
Borussia Dortmund hat am 26. Spieltag den FC Augsburg mit 2:0 besiegt und den Rückstand auf Tabellenführer Bayern München auf neun Punkte verkürzt. Karim Adeyemi traf bereits in der 13. Minute, Luca Reggiani legte in der 59. Minute nach – sein erstes Bundesligator überhaupt, mit gerade einmal 18 Jahren. Vor 81.365 Zuschauern im Signal Iduna Park war das ein Pflichtsieg, der sich wie mehr anfühlte.
Adeyemi macht es mit dem ersten schuss
Der BVB begann ohne Serhou Guirassy und Julian Brandt, was man in der Anfangsphase auch merkte. Augsburg stand tief, kompakt, abwartend. Dann kam der erste Angriff, und der saß. Nico Schlotterbeck spielte links in den Strafraum zu Daniel Svensson, der sofort auf Maximilian Beier weiterlegte – dessen Hereingabe verwertete Adeyemi eiskalt. Erste Chance, erstes Tor. So einfach kann Bundesliga sein.

Augsburg hatte seine momente – und vergab sie kläglich
In der 23. Minute wäre Rodrigo Ribeiro beinahe zum Ausgleich gekommen. Keeper Finn Dahmen schlug lang, Waldemar Anton verlor den Zweikampf, und der Portugiese stand frei. Sein Schuss ging neben das Tor. Kurz danach tauchte Ribeiro erneut auf, diesmal halblinks vor Gregor Kobel – der lenkte den Ball noch am Pfosten vorbei. Es wäre Abseits gewesen, aber solche Szenen haben schon andere Partien gedreht.
Dortmund ließ sich davon nicht erschüttern. Beier traf die Latte aus zwölf Metern, Adeyemi schoss abgefälscht knapp am Winkel vorbei, Jobe Bellingham zwang Dahmen zu einer Glanzparade. Das war kein Zufallsführer – das war Dominanz, die sich nur nicht im Ergebnis widerspiegelte.

Reggiani schreibt seine erste bundesliga-geschichte
Nach der Pause suchte der BVB die Vorentscheidung, fand sie aber zunächst nicht. Bis zur 59. Minute. Julian Ryerson flankte von rechts, und Luca Reggiani stieg am kurzen Pfosten hoch – Kopfball perfekt ins lange Eck. Der 18-jährige Italiener, der in dieser Saison langsam in die Mannschaft hineingewachsen ist, feierte seinen ersten Bundesligatreffer mit einer Mischung aus Unglaube und purem Jubel. Solche Momente sind der Grund, warum man Fußball schaut.

Augsburg im zweiten durchgang kaum noch existent
Was danach von Manuel Baums Mannschaft kam, war zu wenig für einen Punkt, geschweige denn für eine Aufholjagd. Die Fuggerstädter liefen hinterher, ohne echte Ideen, ohne Tiefe. In der 83. Minute scheiterte Adeyemi frei vor Dahmen, kurz vor Schluss auch der eingewechselte Guirassy. Das 2:0 blieb stehen – und es hätte auch 4:0 stehen können.
Niko Kovacs Team hat jetzt 58 Punkte und bleibt Zweiter. Die Champions-League-Teilnahme ist nach dem frühen Aus im DFB-Pokal und in der Königsklasse das einzige verbliebene Saisonziel – und das sieht nach diesem Nachmittag so sicher aus wie lange nicht. Nächste Woche wartet der Hamburger SV. Augsburg empfängt den VfB Stuttgart. Für den BVB ist das Rennen um Platz zwei längst kein Rennen mehr.
