Broschinski versinkt im bank-nirwana – zwei millionen teure nullnummer

Ein Monat ohne Sekunde Spielzeit, ein Tor nach 13 Runden – Moritz Broschinski ist beim FC Basel der teuerste Statist der Super League. Seit der 2:4-Pleite gegen Luzern hat der Angreifer kein Trikot mehr gestreift, gegen Servette war er sogar aus dem Kader geflogen.

Lichtsteiner zieht die rechnung

Lichtsteiner zieht die rechnung

Trainer Stephan Lichtsteiner redet kein Blatt vor den Mund: „Er hat seine Chancen bekommen. Aber man muss die auch nutzen.“ Die Botschaft klingt wie ein Todesstoß, doch der Coach hängt noch ein „aber“ an: „Das heisst nicht, dass er sich nicht wieder reinkämpfen kann.“ Ein Satz, der mehr nach Verwaltungsakt denn nach Fussball klingt.

Die Zahlen sind brutaler als jede Kritik. Für einen einzigen Treffer zahlten die Bebbi fast zwei Millionen Franken Ablöse – ein Preis, den selbst Stürmerstar Shaqiri mit seinen Sieben Toren in neun Partien als Klub-Ikone überstrahlt. Die Konkurrenz aus Thun und Lugano lacht mittlerweile über die Basler Transfer-Panne.

Am Sonntag wartet das vermeintliche Schlachtfest beim Tabellenschlusslicht Winterthur. Doch Lichtsteiner warnt: „Winterthur auswärts ist immer ein unangenehmer Gegner.“ Die Eulachstädter siegten zuletzt gegen Luzern – und wissen, dass Basel mit einem angeschlagenen Millionen-Angreifer anreist.

Broschinski sitzt zwischen den Stühlen: zu teuer für die Bank, zu harmlos fürs Feld. Wenn er gegen Winterthur wieder nicht aufläuft, wird das Stadion nicht einmal mehr pfeifen – es wird vergessen.