Bayern trennt sich von seitz – dante soll die reserve neu aufrütteln
Der FC Bayern rüttelt an seiner Talentschmiede. Holger Seitz muss die zweite Mannschaft nach fünf Jahren verlassen, ein neuer Gesicht soll die Grünwalder Straße wiederbeleben. Als heißester Kandidat kursiert ein echter Münchner Urgestein: Dante.
Warum der klub jetzt die reißleine zieht
Die Entscheidung fiel nicht über Nacht. Seit Wochen brodelte es intern, weil die Regionalliga-Bilanz stagniert und Top-Talente zuletzt ohne klare Durchbruchswelle blieben. Sportvorstand Jochen Sauer sprach von „konstruktiven Gesprächen“, doch hinter vorgehaltener Hand heißt es: Die Führung wollte frischen Wind, bevor die Talente wieder in andere Akademien abwandern.
Seitz selbst wirkte nach dem 1:1 gegen Eichstätt wie ein Mann, der die Wende vorhergespürt hatte. „Das war heute sehr emotional für mich“, sagte er mit tränenerstickter Stimme, während Fans hinter ihm ein Choreo mit seinem Konterfei hochhielten. 127 Spiele, 62 Siege, ein Pokalsieg – keine schlechte Bilanz, aber eben auch kein Aufstieg seit 2019.

Dante: vom lieblingsclown zum chefcoach?
Der Name Dante Bonfim sorgt für Kurzschlussreaktionen in München. Der Brasilianer mit der ewigen Grinsekatzen-Frisur war 2013 Champions-League-Sieger, danach Kultfigur. Seit zwei Jahren coacht er die U-19 von Royal Antwerpen, spricht fließend Deutsch und pflegt noch immer ein Haus am Starnberger See. Insider berichten, dass er sich vor zwei Wochen mit Sauer und Herbert Hainer in der Säbener Straße traf – offiziell „zu einem Kaffee“. In Wahrheit war es ein Vorgespräch über die Amateure, die er als „Traumjob“ bezeichnet haben soll.
Doch es gibt Widerstand. Einige Campus-Trainer halten Dantes Spielphilosophie für zu offensiv, die Defensivabteilung könnte leiden. Andere fragen: Braucht ein Team, das gerade die Kontinuität verliert, wirklich einen Quereinsteiger, der selbst erst zwei Saisons Trainingserfahrung hat?

Was jetzt mit seitz passiert
Der 51-Jährige bleibt an Bord – aber in welcher Position? Die Bayern verhandeln über eine Doppelrolle: Teils Scout für die Bundesliga-Region, teils individual coach für Spieler zwischen 18 und 23. Seitz’ Fähigkeit, Talente zu entfalten, wollen sie nicht verlieren. Er selbst schweigt bislang zu Details, nur so viel: „Ich bin Bayern bis an mein Lebensende verbunden.“
Die Nachfolger-Frage soll binnen zehn Tagen geklärt sein. Dann startet die Vorbereitung auf die neue Regionalliga-Saison – mit oder ohne Dante. Für die Fans ist klar: Wenn der Brasilianer kommt, wird die Grünwalder Straße wieder laut. Und wenn nicht, sucht der Klub weiter nach dem nächsten Pionier, der die Talente endlich in die 3. Liga führt.
