Abschied mit standing ovation: süle verabschiedet sich vom bvb
Dortmunds Signal Iduna Park bebte am Freitagabend – nicht nur wegen der packenden Partie gegen Eintracht Frankfurt (3:2), sondern vor allem wegen des emotionalen Abschieds von Niklas Süle. Der Innenverteidiger, der im Sommer seine Karriere beendet, wurde von den Fans in seiner 300. Bundesliga-Partie mit Standing Ovations gefeiert.
Ein geplanter abschied mit großer geste
Trainer Niko Kovac hatte die Einwechslung von Süle bereits vor dem Spiel geplant, wie er auf der anschließenden Pressekonferenz verriet. „Ich habe es vor dem Spiel zwar ein bisschen geheimgehalten, aber ich habe schon vorgehabt, dass ich – wenn die Möglichkeit besteht – ihn reinbringe“, erklärte Kovac und würdigte Süle als „tollen Menschen“. Der Anpfiff für Süles Abschied kam in der 88. Minute, ein Moment, der bei allen Anwesenden für Gänsehaut sorgte.

Mehr als nur ein fußballspiel: eine karriere voller höhen und tiefen
Süle wirkte sichtlich gerührt von der Wertschätzung der Fans. Seine Karriere war stets von Verletzungen geplagt, doch er kämpfte sich immer wieder zurück. Ein Abschied von einem Sportler, der trotz Rückschlägen immer wieder aufstand. Kovac betonte, dass Süle „eine tolle Karriere hingelegt“ hat und wünschte ihm für seinen Ruhestand alles Gute, inklusive viel Golf und Weltreisen.

Die emotionen sprachen für sich
„Es war sehr emotional für mich“, gestand Süle im vereinseigenen YouTube-Interview. „Es war megaschön.“ Auch für Julian Brandt und Salih Özcan, die ebenfalls in ihrem letzten Heimspiel als BVB-Profis aufliefen, war es ein bewegender Abend, wenngleich sie ihre Karrieren noch nicht beenden werden. Ein besonderes Detail: Schiedsrichter Patrick Ittrich, der ebenfalls zum Saisonende seine Karriere beendet, hatte zuvor mit Kovac abgesprochen, Süle unbedingt noch einige Minuten spielen zu lassen.
Die Fans verabschiedeten Süle mit einem Meer aus Applaus und trösteten ihn gleichzeitig mit dem Versprechen, ihn nie zu vergessen. Ein Abschied, der zeigt, wie tief die Verbindung zwischen einem Spieler und seinen Fans sein kann. Der BVB verliert einen wichtigen Spieler, gewinnt aber gleichzeitig ein Stück Vereinsgeschichte.
