Barcelona schlägt baskonia 95-92 und hält play-off-heimrecht fest im klammergriff
37 Stunden nach dem EuroLeague-Aus schlug Barcelona zurück. Die Blaugrana siegten in Vitoria 95-92, schoben sich dank des besseren Basketverhältnisses an Baskonia vorbei auf Platz drei – und verhinderten vorzeitig das dritte Jahr in Folge ohne Titel.
Shengelia lacht über müdigkeit und alte liebe
Tornike Shengelia war es, der dem ehemaligen Klub die Stunde offenbarte. 20 Punkte, 6 Rebounds, eine energische Post-Show – und das, obwohl er zwei Tage zuvor in Monaco bis zur Erschöpfung gespielt hatte. „Ich spüre nichts, wenn der Ball hochkommt“, sagte er nach dem Schlusspfiff, das Kinn noch feucht vom Gatorade-Bad. Drei Dreier in Serie und sieben eigene Punkte bauten zwischen der 35. und 37. Minute ein 78-88-Gerüst, das wie das Ende aussah.
Dann rissen die Katalanen die Hände vom Steuer. Diakite (19 Punkte, 7 Rebounds, 5 Blocks) und Simmons (23) schraubten sich per 9-0-Lauf bis auf 91-94 heran. Was folgte, war ein Szenario aus Gruselkabinett: Marcos verlor das Einspiel, Luwawu-Cabarrott traf den ersten Freiwurf, versenkte den zweiten bewusst nicht – acht Sekunden blieben. Clyburn, bis dahin 8/8 von der Linie, verzichtete auf das dritte Foul. Forrest’ letzter Dreier segelte ein halbes Meter zu kurz. Am Ende jubelten nur die Gäste, weil sie wussten: Dieser Sieg schmeckt nach zweitem Atem.

Die tabelle spricht klar: heimrecht noch zu greifen
Barcelona steht nun 20-7, Baskonia 20-8. Das Rückspiel in der Palau bestimmt, wer im Viertelfinale zweimal vor heimischer Kulisse auflaufen darf. Für die Mannschaft von Jasikevicius ist das kleine Finale der Saison längst begonnen – und sie hat gerade bewiesen, dass EuroLeague-Frust keinen Kater produziert, sondern Treibstoff.
