Barça-talent bardghji platzt der kragen: „ich verdiente mehr einsatzzeit“
Roony Bardghji sitzt auf goldener Bank – und das nagt an ihm. Der 20-jährige Schwede kam für 2,5 Millionen Euro nach Barcelona, feierte im Januar den Supercoup gegen Real Madrid mit, doch in der Liga hat er gerade einmal 384 Minuten Bein frei. Die Rechnung: 22 Spiele, nur sieben Mal von Anfang an. Genug, um sich zu äußern – und das tut er nun deutlich.
„Ich bin nicht hundertprozentig zufrieden“
Vor laufender Kamera des schwedischen Senders SVT hält der Offensivspieler nichts zurück: „Bis hierhin war meine Spielzeit begrenzt. Ich habe Geduld, aber ehrlich gesagt denke ich, dass ich es verdient hätte, mehr zu spielen.“ Die Worte klingen nicht nach Neid, sondern nach Selbstbewusstsein. Bardghji weiß, was er kann – und dass Barça ihn für Marcus Rashford auf dem Zettel hat, macht die Lage nicht einfacher.
Im Winter hiess es bereits, der Linksfuss könne trotz Vertrag bis 2029 den Klub verlassen. Er blieb. „Es ist noch zu früh für Entscheidungen“, sagte er damals. Drei Monate später klingt seine Geduld leiser. Auch in der Nationalmannschaft läuft es schief: Gegen die Ukraine durfte er zuschauen, am Dienstag wartet das Play-off-Finale gegen Polen. Eine weitere Bankrolle? Möglich.

Barça führt die liga – bardghji führt die warteliste
Trotz allem steht der FC Barcelona vier Punkte vor Real Madrid. Die Copa del Rey ist nach dem 0:4 und 3:0 gegen Atlético Madril weg, der Supercup aber fest im Regal. Bardghji war dabei – 72 Minuten, ein Trostpflaster. Doch Trostpflaster reichen nicht für ein Talent, das in Kopenhagen schon als Teenager Europa bebte.
Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Barça auf sein Talent setzt oder es zu Geld macht. Die Geduld des jungen Schweden ist nicht unendlich – und die Uhr tickt lauter als das Camp Nou zuletzt sang.
