Barça zögert: cancelo, 31, soll vertrag mit al-hilal auflösen – sonst 8 mio. fällig

Der Flügel ist frei, die Kasse leer. João Cancelo lief beim 5:2 gegen Sevilla wieder zur Höchstform auf, doch im Büro von Deco stapelt sich das Papierkrieg-Chaos. Der Portugiese bleibt nur, wenn er selbst die Schere ansetzt und seinen Mega-Deal mit Al-Hilal zerreißt.

25-Millionen-einkauf lastet auf den saudis

25-Millionen-einkauf lastet auf den saudis

Al-Hilal zahlte im Sommer 2024 exakt 25 Millionen Euro an den Manchester City, um Cancelo fest zu verpflichten. Eine Restamortisation von acht Millionen verlangt der Klub im kommenden Sommer – kein Cent weniger. Für Barça ein Horror, denn die Liga erlaubt keine Tricks mehr: Entweder die volle Summe oder ein Tauschgeschäft mit Spielern, die derzeit nicht existieren.

Die Idee im Camp Nou klingt radikal: Cancelo soll sich mit Al-Hilal auf eine Vertragsauflösung einigen und anschließend kostenlos nach Barcelona zurückkehren. Doch der Haken ist golden. In Riad kassiert der 31-Jährige eine Nettojahresgage von 15 Millionen Euro, im Català-Dress nur ein Drittel. Auf drei Jahre gerechnet würde er also rund 30 Millionen Euro verschenken – das ist mehr, als ein Top-Stürmer in der Bundesliga verdient.

Hansi Flick schwärmt intern von Cancelos „positionalen Überrasungen“. Der Außenverteidiger erzielte bereits fünf Torbeteiligungen in 14 Partien und schaltet sich ins Zentrum wie ein Libero der 90er. Ohne ihn bröckelt die rechte Seite: Jules Koundé wirkt als reiner Außenbahnspieler blockiert, Lamine Yamal mit 17 zu jung für Dauer-Pressing. Statistisch gewinnt Barça mit Cancelo 2,3 Prozent mehr Zweikämpfe im letzten Drittel – ein Marginalienwert, der in der Champions-League-K.o.-Phase aber über Sieg oder Ausscheiden entscheidet.

Die Deadline tickt. Am 30. Juni muss die Kaufoption gezogen oder abgelehnt werden. Al-Hilal will kein Leihen mehr, weil der AFC Champions League-Start im August naht. Und City? Die Engländer laufen bereits heiß für einen Rückkauf zu Schnäppchenpreisen, sollte Barça zögern.

Cancelo selbst schweigt, lächelt nur. Nach dem Schlusspfiff gegen Sevilla umarmte ihn Raphinha, doch die Umarmung wirkte wie ein Abschied. Wenn er nicht unterschreibt, fliegt der Portugiese im Juli nach Saudi-Arabien – und Barça verliert den Außenverteidiger, der ihre Spielphilosophie perfekt verkörpert. Die Alternative: ein Selbstverlust in Millionenhöhe. Im Camp Nou nennt man das „Causa Cancelo“ – ein Thriller ohne Gewinner, nur mit Verlierern auf beiden Seiten.