Barça ringt estrella roja in overtime nieder – playoff-traum lebt

Ein Schlagabtausch bis zur letzten Sekunde, ein Korb in der Verlängerung, ein Sieg, der die Saison retten kann: Der FC Barcelona hat Estrella Roja mit 92:88 besiegt und hält sich in der Euroleague am Leben. Die Fans im Palau Blaugrana schrien sich in der Nacht vom Freitag auf Samstag die Seele aus dem Leib, während Clyburn in der Verlängerung die Körbe traf, die zählen.

Clyburn wacht in der zweiten hälfte auf

Der US-Amerikaner war in den ersten 20 Minuten unsichtbar – null Punkte, kein Rebound, nur ein Flacken auf dem Radar. Dann drehte er auf. 18 Punkte in Hälfte zwei, fünf davon in der Overtime, als die Beine der Serben bereits nach Zement schmeckten. Ein 10:0-Lauf zwischen der 24. und 27. Minute, angetrieben von ihm, brach Estrella Roja das Genick. „Wir haben gewusst, dass wir nur noch gewinnen dürfen“, sagte er hinterher, als hätte er die ganze Saison auf diese zehn Minuten geschoben.

Davor hatten Parra (13 Punkte, 4 Assists) und Vesely (14 Punkte, 7 Rebounds) das Ruder übernommen, während Satoransky mit 12 Punkten und 8 Assists die Offensive dirigierte. Doch Estrella Roja ließ nicht los. Nwora traf aus allen Lagen und kam auf 26 Punkte, Miller-McIntyre füllte das Statistiken mit 13 Punkten, 7 Assists und 7 Rebounds. Die Serben führten bis zur 7. Minute, gaben die Führung ab, holten sie zurück, zwangen Barcelona in die Verlängerung – und kassierten dort den Knockout.

Die letzten vier spiele werden ein marathon

Die letzten vier spiele werden ein marathon

Barcelona hat jetzt vier Partien, um den Sprung in den Play-in oder sogar direkt in die Playoffs zu schaffen. Der Sieg gegen Estrella Roja war der zweite in dieser Woche, nach dem Erfolg in Kaunas. Die Mannschaft von Grimau hat die Kurve gekriegt, aber die Luft wird dünner. Das nächste Spiel steht in Istanbul an, dann kommt Baskonia ins Palau. Jeder Korb zählt doppelt, jeder Ballverlust kann die Saison beenden.

Die Logistik verspottete die Katalanen ohnehin: Das Spiel begann mit 30 Minuten Verspätung, weil die Auswärtstrikots der Serben im Flughafen feststeckten. Die 4.889 Zuschauer – darunter rund 200 mit Rot-Stern-Fahnen – mussten warten, bis die neuen Shirts eintrafen. Als sie endlich flogen, flog auch der Ball, und Barcelona flog mit ihm. Der Traum von der K.o.-Runde lebt. Noch.