Axamer lizum wird zum hexenkessel: deutsche ski-meister werden live auf br24 gejagt
Die Axamer Lizum explodiert am Wochenende. Keine Weltcup-Punkte, aber pure Existenz. Wer heute und morgen im BR24-Livestream den Riesenslalom und Slalom der Deutschen Meisterschaften verpascht, verpasst die nächste Seite des Skibuchs 2026.
Gratz gegen tremmel: die revanche mit folgen
Im vergangenen Jahr trennten die beiden nur Hundertstel. Anton Tremmel schlug Fabian Gratz im Riesenslalom um 0,07 Sekunden – ein Kracher, der bis heute nachhallt. Gratz antwortete im Weltcup: Fünfter in Alta Badia, beste deutsche Platzierung der Saison. Jetzt liegt der 28-Jährige im Kader vorn, aber Lizum verzeiht nichts. Eine Spur zu spät in der „Pan“-Kurve und der Traum platzt. Tremmel weiß das. Er fuhr hier schon als Jugendlicher Testläufe, kennt jeden Felsen.
Die Frauen starten mit Fabiana Dorigo als klare Favoritin. Die TSV-1860-Läuferin hat die Downhill-Krone schon sicher, im Riesenslalom fehlt nur noch der zweite Stern. Hinter ihr lauert Emma Wieser. Die Lenggrieserin verteidigt ihren Slalom-Titel vom Vorjahr und will vor heimischem Publikum den Double packen. Die Zielarena brodelt bereits um 9 Uhr, wenn die ersten Zuschauer mit Gletscherwürstchen und Spezi Einlass finden.

Super-g abgesagt – die wetterlotterie schlägt wieder zu
Der Freitag gehörte der Natur. Sturm oben, Schneefall unten – der Super-G der Frauen wurde gestrichen. Für Kira Weidle-Winkelmann und Lena Dürr ein weiterer Rückschlag in einer ohnehin verkorksten Saison. Die Organisatoren zogen um 6:15 Uhr den Stecker, die Pistenbullys fuhren dennoch Rundgang, nur für den Fall. Vergeblich. Die Entscheidung fiel, wie so oft in Lizum, auf der Basis von 30 Jahren Erfahrungswerten: Bei Südwind über 40 km/h wird nicht gestartet.
Stattdessen konzentriert sich das Feld auf Samstag und Sonntag. Die Männer starten um 9:30 Uhr mit dem ersten Riesenslalom-Durchgang, die Frauen folgen um 11:45 Uhr. Der zweite Lauf ist ab 13 Uhr live auf BR24 zu sehen – und nur dort. ARD und ZDF schalten erst ab 18 Uhr in der Zusammenfassung, zu spät für alle, die wissen wollen, ob Felix Rösle seine Downhill-Form mitnimmt. Der 21-jährige Sonthofener war beim letzten Training 0,4 Sekunden schneller als im Rennen, ein Witz unter Skifahrern: „Das war nur ein Aufwärmen, am Samstag drehe ich auf.“
Die live-geheimnisse: so kommt man an die bilder
Wer streamt, gewinnt. BR24 liegt in der ARD-Mediathek, in der BR24-App und über HbbTV direkt hinter dem gelben Knopf. Tobias Barnerssoi kommentiert, seit 14 Jahren Stimme des Skisports im Bayerischen Rundfunk. Seine Analyse zu Tremmel vor dem Rennen: „Er muss die Linie bei Kilometer 2,3 verschieben, sonst frisst ihn Gratz im Finish.“
Die Zuschauerzahlen der Vorjahre: 340 000 Klicks am Samstag, 410 000 am Sonntag. Tendenz steigend, weil die Leute merken: Hier gibt’s keine Wartezeit, keine Kommentarunterbrechung, nur pure Action. Die Veranstalter rechnen mit 7 000 Fans vor Ort, 2 000 mehr als 2025. Tickets gibt’s nur online, Ausverkauf seit Mittwoch.
Wer den Livestream verpasst, findet die Rennen sieben Tage lang in der Mediathek – aber ohne Spannung. Denn am Sonntag um 13:47 Uhr ist Schluss. Dann steht der letzte Slalom-Champion fest, und die Saison 2025/26 ist für die deutschen Alpinen offiziell Geschichte. Bis dahin bleibt ein Fazit: Lizum ist kein Ort, es ist ein Tempo. Und dieses Tempo stoppt am Wochenende für niemanden.
