Sinner zerquetscht zverev und jagt das sunshine double
Jannik Sinner schlägt Alexander Zverev in Miami erneut in zwei Sätzen und steht im Finale – 16. Mal 2:0 in Serie bei Masters 1000, 32 gewonnene Sätge am Stück. Die Zahl ist längst größer als der Respekt.

Sinner gegen lehecka: 3:0 in duelle, 12:3 in sätzen
Am Sonntag, 29. März, 21 Uhr Ortszeit, geht es gegen den Tschechen Lehecka. Die Buchmacher zahlen für einen erneuten Straight-Set-Sieg läppische 1,20 – ein Kurs, der eher nach Spaziergang als nach Tennis klingt. Dennoch: Wer unter 21,5 Games wettet, bekommt 1,55. Klein, aber ein Signal – Miami kann blitzschnell zur Falle werden.
Sinner hat das Sunshine Double, also Sieg in Indian Wells plus Miami, zum Greifen nah. Zuletzt gelang das 2017 Roger Federer. Das Preisgeld? Nebensache. Entscheidend ist, dass Sinner Montecarlo bereits als möglicher Weltranglistenerster begrüßen könnte. Alcaraz verteidigt dort 1.000 Punkte, Sinner null. Die Lücke schrumpft von 1.540 auf 590 Punkte, falls er am Sonntag den Pokal hebt.
Die Statistik gegen Zverev liest sich wie ein Lehrbuch: 8:4 Bilanz, 7 Siege nacheinander. Der Deutsche spielte in Miami sein bestes Turnier der Saison – und trotzdem nur neun Games. Sinner erlaubte ihm gerade einmal vier Breakchancen, nahm drei davon weg. Die Rückhand flog übers Feld wie ein Surfbrett auf Glas.
Lehecka schaltete in Miami Ruud und Tiafoe aus, doch gegen Sinner fehlt ihm Feuer. Der Italiener dominiert den H2H 6-0 6-1 6-2 – ein Satzverlust im Paris-Viertelfinale 2025 war’s. Das Match dauerte 78 Minuten, länger braucht Sinner zum Aufwärmen.
Die Wettbörsen schicken bereits Bilder von Trophäen durch die Kanäle. Doch Tennis folgt selten dem Script. Die Frage ist nicht, ob Sinner gewinnt, sondern wie schnell er die Uhr stoppt. Die Antwort kommt um 21 Uhr – und sie wird wohl wieder 1,20 heißen.
