Arsenal pocht bei inter an – esposito ist nicht zu kaufen
Mikel Arteta will Pio Esposito. Der Arsenal-Coach telefonierte sofort nach dem 3:1-Sieg seiner Mannschaft über Inter mit Sportdirektor Andrea Berta. Die Antwort aus Mailand war ein einziges, lautes Nein.
Der anruf kam, das gespräch dauerte keine minute
Piero Ausilio legte auf. Kein Preis, keine Verhandlung, kein Zweifel. Esposito hat bis 2028 Vertrag, verdient nach seiner Gehaltserhöhung rund eine Million Netto pro Saison und ist für Inter „nicht verkäufbar, egal wie viel London bietet“, wie ein Insider aus dem Corso Vittorio Emanuele versichert.
Der 20-jährige Stürmer war am 20. Januar in der Emirates-Arena eingewechselt worden, hatte die Gunners-Defensive mit zwei Kopfbällen und einem Sprint über halbrechts durcheinandergebracht. Arteta notierte sich die Nummer 90 in Schwarz-Blau. Seitdem tickt die Uhr in Nord-London anders.

Von der tribüne zum torschützenkönig-kandidat
Die Kurve ist steil. Nach Lautaro Martínez’ Oberschenkelzerrung und Marcus Thurams Formtief lieferte Esposito in sieben Partien sieben Tore, darinnen das Siegtor im Achtelfinale der Coppa Italia gegen Parma und das 2:1 im Derby gegen Milan. Sein Körper zeigt keine Ermüdung, die GPS-Daten spitzen zu 97 % der Liga. „Er könnte morgen wieder spielen, wenn wir ihn ließen“, sagt Fitnesstrainer Riccardo Scirea.
Die Inter-Führung hatte ihn schon nach der Vorsaison in Spezia (19 Treffer, Aufstieg verpasst) mit einem neuen Vertrag belohnt. Marotta und Ausilio ließen den Spieler und Berater in die Gesellschaftersuite kommen, statteten ihn mit einer Ausstiegsklausel von 80 Millionen Euro aus. „Wir wollten verhindern, dass er zum nächsten Zaniolo wird“, erklärt ein Klubverantwortlicher.

Derby, pokal, arsenal-gerüchte – eine woche verrät alles
Heute Abend steht Esposito in Como im Viertelfinale der Coppa Italia an, am Sonntag folgt das Derby. Drei Tage später kommt Real Madrid in die ChampionsLeague. „Wenn er in diesen sieben Tagen trifft, schreien alle nach einer neuen Kapitel“, sagt Cristian Chivu, der ihn vom Primavera-Team hochgezogen hat. „Pio weiß, dass er noch am Anfang steht. Aber er fühlt sich nicht mehr wie ein Gast in der Kabine.“
Arsenal wird weitersuchen. Inter schläft ruhig. Die Ablösesumme ist irrelevant, solange Esposito trifft – und solange Simone Inzaghi ihn braucht, um den dritten Stern in Serie A zu verteidigen. Die Mailänder haben ihren Juwel bereits im eigenen Schmuckkästchen verstaut. Der Rest ist nur Geräusch.
