Anguissa kehrt zurück: napoli stemmt sich gegen die krise
Frank Zambo Anguissa ist wieder da. Nach 120 Tentamenten mit Schmerzspritze, Rückenschmerz und Sehnenzerrung läuft der Kamerune heute im Maradona-Stadion auf – und verändert das Spielbild des SSC Neapoli von einer Minute auf die andere.
Conte bekommt seinen spielverteiler zurück
Der Coach hatte die 3-5-2-Formation nicht aus Luxus gewählt, sondern aus Not. Ohne Anguissa fehlte die Maschine im Zentrum, jemand, der Ballgewinne in Tore verwandelt und Mitspieler mit Geräuschpegel und Geschwindigkeit mitzieht. Die Zahlen sind eindeutig: Mit ihm holte Neapel 2,3 Punkte pro Partie, ohne ihn nur 1,6. Das ist der Unterschied zwischen Titelkampf und Europa-League-Plätzen.
Die Ovation beim Warmmachen gegen Turin war ein Signal. Die Kurve sang, obwohl der Ball ruhte. Als Anguissa die Trainingsjacke ablegte, schoss die Dezibelanzeige auf 112 – so laut wie bei einem Spitzenspiel. Die Fans wissen: Er ist nicht nur Mittelfeldspieler, er ist ihr emotionaler Kompass.

Mctominay und de bruyne warten auf den einsatz
Während Anguissa sofort durchstartet, sitzen Scott McTominay und Kevin De Bruyne zunächst auf der Bank. Beide kehren nach Muskelproblemen zurück, doch Conte will sie nicht überstürzt einsetzen. Die Logik: 60 Minuten hohes Tempo durch Anguissa, dann entscheidende Frische von der Bank. So entsteht ein Luxus, den Neapel in den vergangenen Wochen vermisste: Optionen.
Die Konkurrenz schläft nicht. Inter und Roma haben sich aufgebaut, der Rückstand beträgt fünf Punkte. Die Meisterschaft ist nicht mehr in eigener Hand, aber die Saison ist noch 11 Spieltage lang. Anguissa selbst sagte nach dem Training nur einen Satz: „Ich bin bereit, die Mannschaft zu tragen.“ Das klingt nach Kampfansage – und nach einem Neapel, das endlich wieder nach vorne schaut.
