Altglienicke versinkt in meuselwitz: doppelt elfmeter, rot, klatsche
Die VSG Altglienicke ist am Sonntag mit einem blauen Auge davongekommen – und das war noch das Beste. Beim ZFC Meuselwitz kassierte das Berlin-Brandenburger Spitzenteam eine 0:4-Klatsche, die sich bereits nach 36 Minuten entschied. Doppelt Elfmeter, Rot für Tim Rieder, danach nur noch Betriebsamigkeit ohne Biss.
Kein plan b nach der ampelkarte
Trainer Florian Hansch nutzte die frühen Geschenke eiskalt. Erst verwandelte er den Foulelfmeter nach David Kebes Grätsche gegen Erik Stiller, dann wiederholte er nach Rieders Notbremse – Platzverweis, 2:0. Altglienicke spielte fortan in Unterzahl, aber nicht unter Wert. Die Gäste hatten 62 Prozent Ballbesitz, schossen aber keinen einzigen Schuss aufs Tor bis zur Pause.
Nach dem Seitenwechsel schlug Meuselwitz einmal zu. Christoph Pauling gewann die Kopfballduell-Statistik gegen zwei Gegenspieler, schickte Califo Balde, der einschob. Balde traf später noch einmal – 4:0, Ende, Aus, Tabellenplatz sechs statt Anschluss an die Spitze.

Berlin-brandenburg-duell endet im stimmungstief
Im Parallelspiel trennten sich Hertha Zehlendorf und der FSV Luckenwalde 1:1. Phil Butendeich brachte die Brandenburger in Führung, Jules Hasenberg glich in der 86. Minute per Kopfball aus. Luckenwalde klettert auf Platz zehn, Zehlendorf bleibt Letzter – und die Frage, wer in dieser Saison noch den Klassenerhalt schafft, wird zur Geduldsprobe.
Die Zahlen sind hart: Zehlendorf hat nach 24 Spielen erst 13 Punkte, das ist der schlechteste Wert seit der Regionalliga-Gründung. Altglienicke dagegen verpasst die Chance, sich im Aufstiegsrennen festzubeißen. Die Lücke auf Platz drei beträgt nun fünf Punkte – bei einem Spiel mehr. Die Saison ist noch lang, aber die Luft wird dünner.
