1. Fc köln brennt 220.000 euro ab – pyro-chaos gegen bayern wird teuer
Der 1. FC Köln zahlt wieder für Feuer statt Tore: 220.000 Euro Strafe, weil mindestens 100 Bengalos und Rauchböller die Anfangsphase gegen den FC Bayern Mitte Januar neun Minuten lang lahmlegten. Das DFB-Sportgericht sprach am Dienstag die höchste Geldstrafe dieser Saison gegen den Klub aus – und macht damit das Pyro-Problem zum dauerhaften Kostenfaktor.

Effzeh-fans bleiben wiederholungstäter
Die Rechnung ist ein Déjà-vu: Im Juli 2025 mussten die Kölner bereits 160.000 Euro wegen verbotener Pyrotechnik überweisen, 2024 summierte sich die Gesamtsumme aller Fan-Strafen auf über 630.000 Euro. Der Verein darf 73.000 Euro der neuen Strafe in eigene Sicherheitsprojekte stecken – ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man bedenkt, dass allein die erste Viertelstunde gegen Bayern in einer Nebelwand versank, die Spieler erst nach neun Minuten wieder das Tor erkannten.
Der DFB stuft den Vorfall als „schwerwiegend“ ein, weil die Pyrotechnik nicht nur das Spiel unterbrach, sondern auch die Sicht auf die Videowände beeinträchtigte – ein Sicherheitsrisiko, das laut Präsidialrat Rouven Schröder „nicht verharmlost werden darf“. Der Geschäftsführer Sport betonte intern, man werde „konsequent und unabhängig vom sportlichen Erfolg“ gegen die eigenen Ultra-Gruppierungen vorgehen. Doch intern ist man sich einig: Die Geldstrafe trifft einen Aufsteiger, der gerade so wieder auf Bundesliga-Niveau angekommen ist und nun mit Abstiegskampf und Budgetloch gleichzeitig kämpft.
Die Fans selbst rechtfertigen sich in Foren mit dem Satz: „Ohne Atmosphäre ist Fußball nur Laufen.“ Die Realität: Ohne Disziplin wird Fußball teuer. Und die nächste Rechnung dürfte schon in Vorbereitung sein, denn das DFB-Kontrollgremium prüft bereits das Auswärtsspiel in Dortmund – mit Pyro-Funken im Gepäck.
