Zverev rastelt sich in madrid frei: 1:6-debakel weggesteckt, navone erledigt
Alexander Zverev hat in Madrid einen Satz abgegeben, aber nicht den Faden verloren. Nach 1:42 Stunden steht fest: Der Titelaspirant überstand die Navone-Falle mit 6:1, 3:6, 6:3 – und schickt damit ein Warnsignal an die Konkurrenz im Estadio Manzanares.
Der erste satz war ein blitz, der zweite ein blackout
Zverev startete, als hätte er den Court gemietet: vier Asse, zehn Winner, 94 % Punktquote beim ersten Aufschlag – Navone sah nur noch Staub. 23 Minuten, Satz eins gehört dem Deutschen. Doch der Argentinier, erst vor vier Wochen in Bukarest zum ersten Mal ATP-Champion, schüttelte sich und nutzte jeden Zentimeter Rotstaub. Die Vorhand cross, die Slice-Variante, das versteckte Dropshots – plötzlich stand es 5:1 für Mariano Navone und Zverev schüttelte den Kopf, als hätte jemand die Pläne umgedreht.
Die Statistik wird zur Geschichte: sechs unforced errors im ersten Satz, zwölf im zweiten. Navone brachte den Olympiasieger ins Stolpern, zog ihn in lange Rallys und zwang ihn zu Risko-Schlägen, die ins Netz segelten. 6:3 – Satzausgleich, Publikum tobt, Zverev schwört.

Zverev antwortet mit kaltstart und heißem finish
Dritter Satz, Sekunde eins: Break. 3:0 nach acht Minuten, diesmal in umgekehrter Richtung. Navone schlägt die rechte Hand ans Schienbein, spuckt rote Krümel aus, findet kein Rezept mehr. Zverev erhöht auf 5:2, lässt zwei Matchbälle liegen, schließt aber beim dritten mit einem platzierten Aufschlag-Winner.
Die Zahlen am Ende: 13 Asse, 29 Winner, 71 % erster Aufschlag – und ein Break plus 4 im Entscheidungssatz. Die Botschaft ist klar: Wer Zverev kippt, muss ihn auch umwerfen, sonst steht er wieder auf.
Im Achtelfinale wartet nun der Sieger des rein französischen Duells zwischen Ugo Humbert und Térence Atmane. Für den Deutschen bleibt der Plan unverändert: zwei Titel in Madrid sind schon im Regal, der dritte soll folgen – und mit jedem Match, das er übersteht, wird das Kunststück wahrscheinlicher.
