Sevilla wirft nico guillén ins feuer: 19-jähriger soll real sociedad das fürchten lehren

Kein Zeit mehr für Kinderschuhe. Luis García Plaza nominiert für das Kellerduell gegen Real Sociedad den Teenager Nico Guillén – vier Ligen gesprungen in 72 Stunden.

Der 19-jährige rückt nach – bueno und sow fallen raus

Der 19-jährige rückt nach – bueno und sow fallen raus

Am Sonntag half Guillén dem Sevilla C in der Tercera RFEF beim Abstiegskampf, am Montag könnte er im Ramón Sánchez-Pizjuán sein Debüt in LaLiga feiern. Die Rechnung des Trainerstabs: Frische Beine statt angeschlagener Routine. Manu Bueno fehlt mit einem Ödem im rechten Knie, Djibril Sow sitzt gelbgesperrt in der Kabine. Sie geben Platz für den jüngsten Mann im 26er-Kader, der seit Januar mit der U23 trainiert und nun die Sensation wittert.

Die Liste liest sich wie ein Notoperationssaal. Odysseas und Nyland liefern sich ein Torwart-Duell, hinten halten Azpilicueta und Gudelj die Erfahrung, vorne sollen Januzaj, Maupay und Akor den Bannstrahl von neun sieglosen Heimspielen brechen. García Plaza spricht intern von „fünf Finals“; die erste muss gegen die Basques sitzen, sonst rutscht der Klub auf den Relegationsplatz.

Guillén ist kein Marketing-Gag. Der zentrale Mittelfeldspieler erzielte in der U19 sieben Tore in 19 Partien, hat ein Auge für die vertikale Passage und tritt mit einer ruhigen ersten Ballannahme auf. Kritiker mahnen: Zwischen Tercera und Primera klafft ein Graben von Tempo, Raum und Druck. Sevilla aber setzt auf den Turbo der Jugend, weil die erfahrene Maschine stottert.

Anpfiff ist am Montag um 21:00 Uhr. Das Stadion wird kochen, denn die Real Sociedad ist seit fünf Auswärtsspielen ungeschlagen. Wer dann denkt, ein Punkt genüge, hat die Tabelle nicht verstanden: Bei einer Nacht wäre Sevilla erstmals seit 23 Jahren vor dem letzten Spieltag auf einem Abstiegsplatz. García Plaza kennt die Rechnung, Guillén darf sie jetzt lösen.