Zverev kämpft sich in monte carlo durch: garín-albtraum und bergs-herausforderung!

Alexander Zverev hat sich in Monte Carlo einen denkbar holprigen Einstand in die Sandplatzsaison geleistet. Gegen Cristian Garín musste der Weltranglisten-Dritte alles geben, um den Sieg zu sichern und eine Wiederholung des Debakels von Roland Garros vor 13 Jahren abzuwenden. Ein hart erkämpfter Dreisatzsieg markiert den Beginn seiner Titelverteidigungsbemühungen.

Ein rückblick auf die vergangenheit: die junior-final-niederlage

Die Erinnerung an die Finalniederlage gegen Garín bei den French Open der Junioren im Jahr 2010 schien in Monte Carlo aufzuleben. Zverev, der aktuell die Nummer 3 der Welt ist, verlor den ersten Satz deutlich und fand sich im dritten Satz bereits mit einem 0:4- und später einem 2:5-Rückstand auseinandersetzen. Die Geister der Vergangenheit schienen ihn zu verfolgen, doch der erfahrene Deutsche bewies seine mentale Stärke und kämpfte sich zurück ins Spiel.

“Ich habe noch nicht mein Level gefunden, offen gesagt“, gestand Zverev nach der Partie. „Es war mein erstes Sandplatzmatch seit 11 Monaten. Nach meiner guten Leistung in Miami hatte ich nicht viel Zeit zur Vorbereitung.“ Die 47 unvorzogenen Fehler zeugen von der noch nicht eingespielten Form, doch er demonstrierte letztendlich die Klasse eines vierfachen Masters 1000-Siegers auf Sand – nur Djokovic weist mit elf Titeln eine höhere Bilanz auf.

Der entscheidende Moment kam im letzten Spiel des dritten Satzes, als Garín drei Breakbälle hatte, um den Tie-Break zu erzwingen. Zverev hielt stand und verwandelte schließlich seinen dritten Matchball. Ein Sieg, der mehr als nur zwei Punkte bedeutete: Er signalisierte, dass der Sandplatz noch nicht ganz vergessen ist.

Wer trifft auf wen? die weiteren matches in monte carlo

Wer trifft auf wen? die weiteren matches in monte carlo

Im Viertelfinale trifft Zverev nun auf den Belgier Zizou Bergs, der überraschend den favorisierten Andrey Rublew mit 6:4 und 6:1 ausgeschaltet hat. Ein Duell, das auf Augenhöhe verspricht zu werden.

Auch andere hochrangige Spieler zeigten sich in Bestform. Tomas Machac setzte sich gegen den Argentinier Francisco Cerúndolo in zwei Sätzen durch (7:6(2), 6:3) und trifft im Kampf um den Einzug ins Halbfinale auf Jannik Sinner. Dabei wird es für Sinner interessant, da Machac bereits in den drei bisherigen Duellen die Oberhand gewonnen hat – stets auf Hartplatz.

Ein besonderes Augenmerk gilt dem jungen Joao Fonseca, der als jüngster Spieler seit Rafael Nadal und Richard Gasquet im Jahr 2005 das Viertelfinale erreichte. Sein Sieg gegen Arthur Rinderknech (7:5, 4:6, 6:3) unterstreicht sein enormes Potenzial. Er muss sich nun dem erfahrenen Matteo Berrettini stellen, der Medvedev in einer beeindruckenden Vorstellung mit 6:0 und 6:0 demütigte.

Jiri Lehecka sicherte sich ebenfalls seinen Platz im Viertelfinale, indem er Alejandro Tabilo in drei Sätzen besiegte (4:6, 7:6(4), 6:3). Sein Gegner wird Alexander Bublik sein, ein weiterer aufregender Match-Up.

Die kommenden Tage versprechen hochklassigen Tennis und spannende Duelle in Monte Carlo. Die Frage ist nicht, ob Zverev seinen Titel verteidigen kann, sondern wie schnell er seine Form findet und sich dem Druck der Erwartungen stellen wird.