Wm 2026: warum wir trotzdem jubeln sollten – trotz allem!

Donald Trump, Gianni Infantino, aufgeblähte Turniere, fragwürdige Gastgeber – die kommende Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika bringt mehr als nur Stirnrunzeln. Aber wer genau hinsieht, entdeckt auch Hoffnungsschimmer und Gründe, sich auf das Spektakel einzulassen.

Ein fest der widersprüche: die wm 2026 im fokus

Ein fest der widersprüche: die wm 2026 im fokus

Die Ankündigung einer 48-Teams-WM löste bereits Entsetzen aus. 104 Spiele? Das ist doch kein Sport mehr, sondern ein Marathon der Langeweile, argumentieren viele. Und ja, die Reisekosten und die ökologischen Folgen sind alarmierend. Aber wer den Blick auf die Details richtet, erkennt, dass eben diese Größe auch Chancen birgt. Das Turnier bietet einer Vielzahl von Nationen die Möglichkeit, auf der Weltbühne zu glänzen – darunter auch Teams, denen bisher die Chance verwehrt blieb.

Die Schattenseiten dürfen aber nicht vergessen werden. Die Vergabe an die USA, Kanada und Mexiko wirft Fragen auf, insbesondere im Hinblick auf die Rolle von Ex-Präsident Trump, dessen Politik und Einstellung vielen Menschen ein Dorn im Auge sind. Und die FIFA unter Infantino bleibt ein Sammelsurium fragwürdiger Entscheidungen und Korruptionsvorwürfen. Doch genau hier liegt die Chance, Druck auszuüben und Veränderungen zu fordern.

Es ist ein Tanz auf einem Vulkan, zweifellos. Die Eintrittspreise sind astronomisch, die Logistik komplex, und die politische Brisanz unübersehbar. Doch Fußball hat immer schon mehr als nur Sport bedeutet. Er ist ein Spiegelbild der Gesellschaft, ein Ventil für Emotionen, ein verbindendes Element zwischen Kulturen. Und er hat die Macht, Menschen zu bewegen – auch in schwierigen Zeiten.

Die Geschichten der einzelnen Spieler, die unerwarteten Erfolge, die dramatischen Momente – das sind die Dinge, die uns wirklich fesseln. Und das, meine Damen und Herren, wird es auch bei dieser WM geben. Wir müssen uns nur bewusst machen, dass wir nicht blindlings alles akzeptieren sollten. Wir dürfen kritisch bleiben, wir dürfen Fragen stellen, wir dürfen uns für eine bessere Zukunft des Fußballs einsetzen.

Denn am Ende des Tages geht es um mehr als nur um Tore und Siege. Es geht um Werte, um Fairness, um Respekt. Und es geht darum, die Schönheit des Fußballs zu feiern – trotz aller Widrigkeiten. Die deutsche Nationalmannschaft hat in der Vergangenheit bei solchen kontroversen Weltmeisterschaften oft genug enttäuscht. Aber vielleicht ist genau das der Ansporn, um es dieses Mal besser zu machen. Und wer weiß, vielleicht erleben wir ja eine Überraschung, die uns alle sprachlos macht.

Die WM 2026 wird alles andere als einfach werden. Aber sie wird auch unvergesslich. Denn Fußball ist eben mehr als nur ein Spiel. Er ist ein Lebensgefühl. Und er wird uns auch in Zukunft überraschen – mit Freude und mit Leid.