Horner verlässt die formel 1 für einen deal mit milliarden-fonds
Kein Comeback, kein Neustart, kein Boxengassen-Outfit mehr. Christian Horner, der Mann, der Red Bull Racing vom Underdog zum Weltmeister-Kartell formte, schlägt eine völlig neue Richtung ein: Er wird Senior Advisor bei Oakley Capital. Die Private-Equity-Firma jagt mit 2,8 Milliarden Euro unter Management die nächsten Sport-Boom-Marken – und Horner soll sie finden.
Warum oakley ihm das risiko wert ist
Peter Dubens, Oakley-Gründer und Selfmade-Milliardär, investiert seit Jahren in Nischen, bevor sie Mainstream werden. Vice Golf, NOX Padel, Playtomic – alles Unternehmen, die Horner seit Jahren aus dem Red-Bull-Ambiente kennt. „Er hat aus Spielern Stars und aus Stars Marke gemacht“, sagt Dubens nüchtern. Die Formel 1 ist für ihn nur ein weiteres Asset. Für Horner ist es der erste Job nach 20 Jahren absoluter Kontrolle.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Oakley Capital hat seit 2002 durchschnittlich 22 Prozent Rendite pro Jahr erzielt. Horner bekommt Kaufoptionen und Zugang zum Deal-Flow – eine Kombination, die ihm in Milton Keynes nie offenstand. Gehaltsdetails sind nicht bekannt, doch Branchenkreise sprechen von einem Volumen, das ein GP-Siegbonus bei Red Bull bei Weitem übersteigt.

Die machtfrage bleibt offen
Horner selbst klingt gelassen: „Ich freue mich darauf, Talente außerhalb der Boxengasse zu entdecken.“ Das klingt nach Abschied, doch wer ihn kennt, weiß: Er hasst, nicht der Schnellste zu sein. Alpine und Aston Martin hatten konkret angeklopft, die Tür zur Formel 1 steht weiter offen – nur nicht jetzt.
Die Ironie: Erst vor drei Monaten kickte ihn Red Bull, weil interne Machtkämpfe mit Helmut Marko und Adrian Newey eskalierten. Jetzt berät er Milliarden darüber, wo das nächste große Sport-Imperium entsteht. Die Königsklasse? Vielleicht nur noch eine Division unter vielen.
Die wirkliche Frage lautet nicht, ob Horner zurückkommt – sondern wann der Sport zu ihm zurückkehrt.
