Wm 2026 startet mit maradonas geisterstunde: mexiko und südafrika zurück im azteka
Am 11. Juni 2026, 21 Uhr MESZ, knallt es im Estadio Azteca – und der Fußball schlägt die erste Lücke in den Kalender der nächsten Dekade. Gastgeber Mexiko empfängt Südafrika, genau 16 Jahre nach dem 1:1 von Johannesburg, das damals Siphiwe Tshabalala mit einem Feuerwerksstart krönte. Die FIFA schickt die beiden Teams ins Kultstadion, in dem bereits zwei WM-Endspiele und die berüchtigte „Hand Gottes“ stattfanden. Für die erste 48-Starter-Turnier der Geschichte ist das Programm damit gewissermaßen auf „Retro“ getrimmt.
83.000 Zuschauer passen rein, 104 Partien folgen bis 19. Juli, drei davon allein in Mexiko-Stadt. Die Logik dahinter: Traditionsort statt Neubau, Emotion statt Effizienz. Die Spieler werden bei 2.200 Metern Höhe laufen, was die Lungen sofort spüren – und die Taktik verrückt spielen lässt. Schon vor dem Anpfiff steht fest: Zwölf Minuten nach deutscher Mittagszeit wird die Welt den Atem anhalten, wenn der Ball erstmals über den Azteken-Rasen rollt.
Ard und zdf teilen sich das deutsche kuchenstück
Die Rechte liegen bei der Telekom, doch auch das Erste und das Zweite durften sich einkaufen. Wer also mag, kann Mexiko – Südafrika kostenlos im ZDF sehen. Für deutsche Fans wird es spannender drei Tage später: Nagelsmanns DFB-Team trifft auf Curacao, Anstoß 19 Uhr, live in der ARD. Die Reihenfolge der Gruppenspiele folgt einem einfachen Prinzip: Curacao, Elfenbeinküste, Ecuador – und im Achtelfinale übernimmt wieder die ARD. Das Finale, soviel ist sicher, bleibt dem ZDF vorbehalten.
Alle 16 Finalrunden-Begegnungen laufen im Free-TV, auch wenn die Telekom die exklusive Hausbank stellt. MagentaTV kann damit seine Reichweze zocken, die Öffentlich-Rechtlichen behalten das Gemeingut. Die Balance ist bemerkenswert: Noch nie zuvor durften so viele WM-Spiele unverschlüsselt flimmern. Die Quoten werden explodieren – und die Werbeindustrie rechnet bereits mit Rekordeinnahmen.

Deutschland startet mit curacao, dem kleinsten gegner der gruppe
14. Juni, 19 Uhr, vermutlich im AT&T Stadium in Dallas. Die ARD überträgt, die Elf von Nagelsmann kann sich warm spielen. Curacao ist zwar FIFA-Mitglied, aber mit gerade einmal 155.000 Einwohnern die kleinste Nation des Turniers. Die Taktik dürfte klar sein: früh dominieren, Rotation wagen, Spielfreude tanken. Gegen Elfenbeinküste wartet dann Halle-Import Sebastian Haller, gegen Ecuador ein Südamerika-Geheimnis, das zuletzt Kolumbien ärgern konnte. Wer aus dieser Gruppenphase nicht kommt, darf sich keine Ausreden erlauben.
Die Reiseplaner der Fans sollten sich bereits jetzt warm anziehen: Flugpreise nach Amerika klettern stündlich, Hotels in den Metro-Regionen von New York, Los Angeles und Dallas sind bereits zur Hälfte vergriffen. Die offizielle DFB-Reisecommunity hat 25.000 Päckchen innerhalb von vier Stunden verkauft – Tendenz steigend. Die Message ist klar: Wer dabei sein will, muss jetzt buchen, sonst schaut er wieder von der Couch.
Die Marke „WM 2026“ ist längst zu einem Kulturasset geworden, bevor der erste Pass geschlagen wurde. Sponsoren drängen sich an den 16 Gastgeberstädten, die FIFA rechnet mit über fünf Milliarden Dollar Marketingumsatz. Und mitten in diesem Rummel steht das Estadio Azteca, alternd, aber unsterblich. Wenn Mexiko und Südafrika hereinkommen, wird die Hymne nicht nur die Spieler bewegen, sondern auch die Millionen, die Maradona jubeln sahen. Die 120 Minuten, die folgen, sind erst der Auftakt eines Sommers, der die Grenzen des Möglichen verschiebt. Die Welt wird zuschauen – und Deutschland startet drei Tage später mit einer Nation, die kaum größer ist als Bremen. Die Vorfreude ist längst Realität, der Countdown läuft.
