Wm 2026: nur noch drei monate – sechs plätze offen, 48 nationen im visier
Drei Monate vor dem ersten WM-Pfiff bahnt sich in Europa ein Drama von alter Güte an. Zwölf Nationen, darunter der Vierfach-Weltmeister Italien, müssen im März um das letzte Ticket in den heißen Dschungel der 48-Team-Klasse zappen. Wer ausschläft, fliegt raus.
Die vier wege nach amerika
Die UEFA hat ihre Rumpelkandidaten in vier Todespfade gepackt. Jeder Pfad endet in einem Finale, das nur einen Sieger kennt. Camino 1: Italien gegen Nordirland, daneben Wales gegen Bosnien. Camino 2: Ukraine trifft auf Schweden, Polen auf Albanien. Camino 3: Türkei gegen Rumänien, Slowakei gegen Kosovo. Camino 4: Dänemark duelliert sich mit Nordmazedonien, Tschechien mit der Republik Irland.
Alle Halbfinals fallen auf den 26. März, 20:45 Uhr – nur Türkei gegen Rumänien startet schon um 18:00 Uhr. Die Endspiele folgen fünf Tage später, ebenfalls um 20:45 Uhr. Kein Rückspiel, kein Netz, kein Zurück.

Warum die neue zahl 48 nur bedingt hilft
Die Erweiterung von 32 auf 48 Teams versprach mehr Beteiligung, mehr Träume, mehr Geld. Doch für die europäischen Verlierer der Hauptquali bleibt das alte Prinzip: Ein Spiel, ein Tor, ein Albtraum. Die zusätzliche Play-off-Linie schaufelt lediglich einen weiteren europäischen Vertreter Richtung USA, Kanada, Mexiko – nicht mehr, nicht weniger.
Die Regie ist altbekannt: zwei Halbzeiten voller Angst, elf Minuten Stille, dann Elfmeter-Ketten, wenn nötig. Die FIFA liebt diese Einzelkämpfe, weil sie Werbezeit füllen und Emotionen liefern, bevor die eigentliche Show beginnt.
Für Italien ist die Lage brisant. Nach dem verpassten Turnier 2018 droht erneut das Nachsehen, sollte die Squadra Azzurra in Palermo gegen Nordirland stolpern. Die Statistik? Drei der letzten fünf Play-off-Spiele gewonnen, zwei verloren – beide Male kosteten sie den Weltmeilstein.
Die Uhr tickt. Clubs zählen Muskelfaserrisse, Fans zählen Urlaubstage. Am 31. März stehen fest: vier Jubel-Masken, vier leere Koffer, achtundvierzig Nationalhymnen – und sechs leere Plätze, die endlich Namen bekommen. Dann ist Klarheit. Dann ist Sommer. Dann ist WM.
