Wm 2026: boykott deutschlands? bundesregierung und dfb uneins
Wm 2026: boykott deutschlands? bundesregierung und dfb uneins
Die Debatte um einen möglichen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika nimmt Fahrt auf. Während die Bundesregierung eine klare Position bezieht und einen Boykott ablehnt, hält DFB-Vizepräsident Oke Göttlich an seiner Forderung nach einer Diskussion fest. Die Meinungsverschiedenheiten zeigen die Zerrissenheit im deutschen Fußball.
Klare linie der bundesregierung
Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, betonte gegenüber der Süddeutschen Zeitung, dass die Bundesregierung einen Boykott nicht unterstützen wird. Sie begründet dies damit, dass der Sport nicht für außenpolitische Zwecke instrumentalisiert werden dürfe. Zudem findet die WM nicht nur in den USA statt, sondern auch in Kanada und Mexiko. Ein Boykott würde somit auch diese Länder treffen.

Erinnerungen an katar und die "one love"-binde
Schenderlein verwies auf die Erfahrungen vor der WM 2022 in Katar, wo es ebenfalls eine Debatte um Menschenrechtsbedingungen gab. Die Diskussion um die "One Love"-Binde und die demonstrative Geste der deutschen Mannschaft beim Mannschaftsfoto seien bei der aktuellen Bewertung berücksichtigt worden. "Das war keine gute Situation, die da entstanden ist", so die Staatsministerin.

Dfb rudert und kritisiert göttlich
Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sich bereits ähnlich geäußert. Ein Boykott sei aktuell kein Thema, hieß es. Gleichzeitig forderte der Verband eine interne Diskussion – ein klarer Rüffel für Oke Göttlich, der die Thematik öffentlich ansprach. Der DFB möchte die Debatte kontrolliert führen und eine Eskalation vermeiden.
Göttlich hält an seiner position fest
Trotz des Gegenwinds von Verband und Regierung hält Göttlich an seiner Forderung nach einer Auseinandersetzung mit den Bedingungen in den Gastgeberländern fest. Vor dem Pokalspiel seines Vereins, des FC St. Pauli, betonte er im ZDF, dass man die Frage nach der Zugänglichkeit für Fans und der freien Begegnung stellen müsse, bevor man zu einem großen Turnier reist.
"Fußball funktioniert nicht im reagenzglas"
Göttlich argumentiert, dass man sich nicht blind für die Teilnahme entscheiden dürfe, sondern die Rahmenbedingungen kritisch hinterfragen müsse. Er glaubt, dass er für seine Initiative Verständnis beim DFB-Präsidenten Bernd Neuendorf finden werde. "Der Fußball funktioniert nicht im Reagenzglas", so Göttlich. Es geht darum, die Werte des Sports auch im Kontext der politischen Realität zu vertreten.
Aktuelle nachrichten und ressourcen
- Nationalelf News: Aktuelle Informationen zur deutschen Nationalmannschaft.
- Fußball heute live: Übertragungen und Ergebnisse.
- Weltmeisterschaft News: Alle aktuellen Nachrichten zur WM 2026.
- Weltmeisterschaft Spielplan & Ergebnisse: Der komplette Spielplan und aktuelle Ergebnisse.
- Weltmeisterschaft Tabelle: Aktuelle Tabellenstände.
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- Weltmeisterschaft Elf des Tages: Die besten Spieler des Tages.
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