Frühling kommt früh: pollenalarm in italien!

Wer den Frühling liebt, wird sich derzeit vielleicht etwas anders darüber freuen. Denn die Pollensaison ist früher, intensiver und betrifft immer mehr Menschen. Was bislang als Bauchgefühl galt, bestätigt sich nun durch wissenschaftliche Erkenntnisse: Allergische Reaktionen nehmen zu, und das hat weitreichende Folgen.

Die zahlen lügen nicht: eine million mehr allergiker jährlich

Die zahlen lügen nicht: eine million mehr allergiker jährlich

In Italien sind schätzungsweise 28% der Bevölkerung von allergischem Schnupfen betroffen – das sind Millionen Menschen. Und die Zahlen steigen jährlich um eine beträchtliche Million, so Istat. Ein Blick über den Atlantik zeigt ein ähnliches Bild: In den USA leiden rund 60 Millionen Menschen unter allergischen Beschwerden.

Die Ursache? Der Klimawandel. Höhere Temperaturen führen dazu, dass die Pollensaison früher beginnt und länger dauert. Gleichzeitig begünstigt ein erhöhter CO2-Gehalt in der Atmosphäre eine verstärkte Pollenproduktion. Der Klimawandel ist somit nicht nur ein Problem für die Umwelt, sondern auch für unsere Gesundheit.

Experten wie Purvi Parikh von der Allergy & Asthma Network warnen: „Die Pollensaison beginnt immer früher aufgrund der ungewöhnlich hohen Temperaturen, die immer früher im Jahr auftreten. Der Klimawandel verursacht zudem höhere CO2-Werte, die Pflanzen zu einer verstärkten Pollenproduktion anregen. Die Saison ist nicht nur länger, sondern auch intensiver.“

Doch was können Betroffene tun? Zwar ist es unmöglich, den Klimawandel aufzuhalten, aber es gibt praktische Maßnahmen, um die Exposition gegenüber Pollen zu minimieren. Dazu gehören das Vermeiden von Gartenarbeit an warmen Tagen, das geschlossene Halten von Fenstern und das Wechseln von Kleidung und Duschen nach dem Aufenthalt im Freien.

Und wenn die Beschwerden trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zunehmen, stehen Medikamente zur Verfügung. Antihistaminika der neuen Generation bieten hier eine effektive und langanhaltende Linderung. Vorsicht jedoch bei abschwellenden Nasensprays, die die Symptome kurzfristig lindern, langfristig aber die Beschwerden verschlimmern können.

Wer unter Atemnot, anhaltendem Husten, pfeifenden Atemgeräuschen oder Brustschmerzen leidet, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen. Denn was für viele mit einer lästigen Erkältung beginnt, kann im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden.

Die Pollensaison 2024 ist ein deutliches Zeichen: Wir müssen den Klimawandel ernst nehmen – nicht nur für die Umwelt, sondern auch für unsere Gesundheit.