Wirtz steigt gegen wolves wieder ein – liverpool rettet sich mit der deutschen zauberleitung
Florian Wirtz zieht wieder die Fäden. Nach dreiwöchiger Zwangspause wegen Rückenreiz kehrt der 22-jährige Deutschlands Fußball-Ass am Freitagabend im FA-Cup-Achtelfinale bei den Wolverhampton Wanderers (Anstoß 21.00 Uhr) in den Kader der Reds zurück – genau einen Tag, nachdem Liverpool beim 1:2 gegen eben diese Wolves den Anschluss an die Champions-League-Plätze verlor.
Die Szenerie passt wie ein Skript aus Hollywood: Wirtz rutschte am 21. Februar beim Aufwärmen in Nottingham aus der Startelf, blieb im Stadiontunnel stehen, presste die Hand gegen die Lendenwirbel. Seitdem fehlt ihm der zündende erste Pass, dem Klub die spielbestimmende Kreativität. Die Zahlen sind unbestechlich: In 35 Pflichtspielen lieferte der ehemalige Leverkusener sechs Tore und acht Vorlagen, zuletzt aber nur eines davon, seit er Anfang Februar gegen Brighton traf.

Slot hatte das comeback schon vor der pleite angekündigt
Trainer Arne Slot sprach am Montag von „positiven Signalen aus der Medizin-Abteilung“, ein Satz, der beim Abpfiff in Molineux fast wie ein Hohn klang. Denn Liverpool dominierte 70 Prozent Ballbesitz, schoss 16-mal – und kassierte zwei Konter, die die Europa-League-Träume erst mal abrissen. Die Daily Mail titelte am Sonntag mit der nüchternen Feststellung: „Liverpool braucht Wirtz, sonst wird es eng.“
Jetzt ist er da, der Mann, der zwischen den Linien jongliert. Wirtz’ Rückkehr bedeutet mehr als personelle Verstärkung; sie ist ein psychologischer Schachzug vor dem Saisonendspurt. Mit ihm rückt Dominik Szoboszlai ins Zentrum zurück, Cody Gakpo erhält vertikale Passtunnel, und Mohamed Salah bekommt jene frühen diagonalen Bälle, die ihn in Sprintduelle schicken. Die Frage ist nur: Spielt Wirtz von Anfang an, oder schont Slot ihn nach dem Rückenleiden zunächst auf der Bank?
Die Antwort liefert der Rasen von Molineux. Wolves-Manager Gary O’Neil plant ohne den gesperrten Mario Lemina im defensiven Mittelfeld – ein Einladungsbrief an Wirtz, der zwischen Matheus Nunes und João Gomes Lücken sucht, die es in der Liga nicht gab. Sein letztes FA-Cup-Tor datiert auf den Januar 2025: 3:0 gegen Arsenal, damals noch im Trikot von Bayer Leverkusen.
Liverpool liegt in der Tabelle nur zwei Punkte hinter Aston Villa, hat aber ein Spiel mehr absolviert. Der Druck wächst mit jedem Tag, der ohne Sieg vergeht. Wirtz mag keine Heldenrollen, er schwärmt lieber von „Räumen, die nur ich sehe“. Gegen Wolves hat er die Chance, diese Räume wieder sichtbar zu machen – und Liverpool die Saison zu retten, bevor sie auseinanderdriftet.
