Wirtz als „selbstdarsteller“? ex-star schießt scharf gegen liverpool-neuzugang
Der Traum von Florian Wirtz beim FC Liverpool scheint sich zur Zerreißprobe zu entwickeln. Nach dem blamablen 0:4 gegen Manchester City im FA-Cup-Viertelfinale hat sich der irische Ex-Nationalspieler Tony Cascarino äußerst kritisch über den deutschen Nationalspieler geäußert und ihn als „Selbstdarsteller“ bezeichnet. Ein Schlag für den Youngster, der sich in der Premier League bisher schwer tat.

Cascarino übt scharfe kritik: wirtz erinnert an harlem globetrotters
Cascarino, der selbst 89 A-Länderspiele für Irland bestritt und für Vereine wie Chelsea und Marseille spielte, äußerte sich in einem Gespräch mit talkSPORT regelrecht empört über die Spielweise des 22-Jährigen. Seine Worte treffen hart: „Ich habe Wirtz’ kleine Kabinettstücke satt. Er macht ständig solche Spielchen!“, so der frühere Stürmer. Er zieht eine vergleichende Analogie, die wenig schmeichelhaft für Wirtz ist: „Erinnert ihr euch an die Harlem Globetrotters? Das war eine Truppe, die sich selbst dargestellt hat. Wenn ich mir einige Liverpool-Spieler so anschaue, finde ich, dass Wirtz am ehesten einer ist, der sich mit seinen Fertigkeiten während des Spiels selbst darstellt.“
Es ist nicht die erste Kritik an Wirtz seit seinem Wechsel nach Liverpool. Die Erwartungen an den 150 Millionen Euro teuren Rekordtransfer waren immens, doch die Leistungen bis dato sind deutlich hinter den Hoffnungen zurückgeblieben. Während Cascarino Wirtz' Talent anerkennt – „Er ist ein enorm talentierter Junge, das hat er bei Bayer Leverkusen bewiesen“ – so hinterfragt er dessen Beitrag zum Erfolg der Mannschaft. „In Liverpool ist es nur anders. Wenn ich mir die Zahlen anschaue, was er tatsächlich für die Mannschaft leistet und wie viele Tore er schießt, ist das wirklich wenig.“
Die erschreckende Wahrheit liegt auf der Hand: In 41 Pflichtspielen gelangen Wirtz lediglich sechs Treffer und neun Vorlagen. Ein mageres Ergebnis für einen Spieler dieser Klasse und eines so hohen Preisschildes. Der Pokal-Flop gegen Manchester City hat die Debatte um Wirtz' Rolle im Team neu entfacht und verstärkt den Druck auf den jungen Deutschen.
Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer: Wirtz zeigte zuletzt gegen die Schweiz mit zwei Treffern und zwei Assists eine ansprechende Leistung. Ob er diese Form nun stabilisieren und endlich in Liverpool durchstarten kann, bleibt abzuwarten. Sein Vertrag läuft bis 2028, und die Reds werden wohl eine Geduldsprobe abwarten müssen, bevor sie ihn als Fehltransfer abtun. Die Frage ist: Kann Wirtz seine individuelle Klasse in den Dienst des Teams stellen und Cascarinos harsche Kritik eines Tages Lügen zu widerlegen?
