Vfc plauen: aufholjagd im gange – kann der regionalliga-absteiger überraschen?
Der VFC Plauen hat am Osterwochenende für Furore in der Oberliga NOFV-Süd gesorgt. Zwei Siege gegen den Spitzenreiter Freital und den neuen Tabellenführer Stahnsdorf lassen die Vogtländer im Kampf um die Spitze ernsthaft ins Visier nehmen. Doch Coach Norman Zschach warnt vor zu großem Optimismus.
Ein neuer wind in plauen
Die Bilanz von Norman Zschach beim VFC Plauen liest sich wie aus einem Lehrbuch: Fünf gewonnenen Punktspiele in Folge und satte 16 Punkte aus sechs Spielen. Eine Quote, die in der Liga ihresgleichen sucht. Nach einer durchwachsenen Hinrunde scheint der Absteiger aus der Regionalliga nun in Fahrt gekommen zu sein. Die jüngsten Erfolge gegen Freital (1:0) und Stahnsdorf (2:1) zeigen, dass mit dem Team zu rechnen ist.
„Es pusht und motiviert die Mannschaft“, so Zschach, der bis Ende 2025 die A-Jugend des VFC betreut. „Wir wollen unsere Hausaufgaben erledigen, aber auch den Finger heben.“ Die drei anstehenden Auswärtsspiele in Glauchau, Bautzen und Grimma innerhalb von nur sieben Tagen werden dabei eine Standortbestimmung sein.

Taktische flexibilität und teambuilding
Hinter den Erfolgen des VFC Plauen verbirgt sich mehr als nur eine gute Form. Zschach legte großen Wert auf Teambuilding-Maßnahmen, wie Mannschaftsabende, um den Zusammenhalt zu stärken. „Es war ein wichtiger Punkt in der Winterpause, den Spielern das Gefühl zu geben, dass sie Fußball spielen können, aber dass sie mehr als Team zusammenarbeiten müssen.“
Auch taktisch zeigte sich der VFC flexibel. Gegen Freital verzichtete Zschach auf eine Viererkette und setzte stattdessen auf eine 3-5-2-Formation, um die Defensive zu stabilisieren und Kontersituationen zu minimieren. „Wenn wir selbst das Spiel gemacht haben, war auffällig, dass es viele Kontersituationen gegen uns gab, die dann zu einfachen Gegentoren führten.“
Der treffsichere Angreifer Tyron Profis, der mit zehn Saisontoren die Offensive des VFC anführt, entschied beide Spitzenspiele mit einem verwandelten Elfmeter. „Wir wollen weiter Gas geben, einfach alles rausholen, was noch geht und dann schauen, was die anderen machen.“ – Eine Aussage, die den unbändigen Willen des Teams widerspiegelt.
Die Tabelle mag aktuell noch nicht für eine Vorreiterrolle sprechen (40 Punkte, Platz vier), doch der Rückstand auf die Spitze ist verkürzt, und der VFC Plauen hat noch drei Spiele mehr in der Hand als Stahnsdorf und Halberstadt. Die aufholjagd ist in vollem Gange, und die Fans dürfen gespannt sein, wie die Saison weitergeht. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie zu den Top-Teams der Oberliga NOFV-Süd gehört – und wer weiß, vielleicht kann der VFC Plauen den Aufstiegskampf bis zum Schluss spannend halten.
