Vfc plauen: aufholjagd im süd-oberliga – kann der ex-regionalligator überraschen?
Der VFC Plauen jagt in der Oberliga NOFV-Süd die Tabellenführung mit beeindruckender Entschlossenheit. Nach Siegen gegen Freital und Stahnsdorf hat sich der Aufsteiger aus dem Vogtland als ernstzunehmender Anwärter auf die Spitze präsentiert – und das, obwohl die Saison vor kurzem noch völlig anders aussah.
Ein neuanfang unter norman zschach
Nur wenige Wochen ist es her, dass Norman Zschach das Traineramt übernahm. Nachfolger von Sedat Gören, brachte der 37-Jährige frischen Wind in die vogtländische Mannschaft. Seine Bilanz liest sich wie eine Erfolgsgeschichte: Fünf Punktspiele in Folge gewonnen, 16 Punkte aus sechs Spielen – eine Quote, die in der Liga ihresgleichen sucht. Die Mannschaft spielt mit neuem Selbstvertrauen, die Abwehr steht stabiler und im Angriff blüht sie auf.
Die jüngsten Erfolge gegen den ehemaligen Tabellenführer RSV Eintracht Stahnsdorf, der mit dem 2:1-Erfolg die erste Saisonniederlage kassierte, und den Spitzenreiter SC Freital, der mit 1:0 geschlagen wurde, unterstreichen den Aufwärtstrend. Trainer Zschach hält die Mannschaft jedoch mit den Füßen auf dem Boden: „Wir wollen unsere Hausaufgaben erledigen, aber wir heben da auch den Finger. Das A und O ist, dass alle Spieler auf dem Boden bleiben und gezielt von Spiel zu Spiel hingehen, um 110 Prozent Leistung abzuliefern.“

Taktische flexibilität und teamgeist
Ein Schlüsselfaktor für den Erfolg des VFC Plauen scheint der neu gewonnene Teamgeist zu sein, der sich während der Winterpause manifestierte. Neben dem Spaßfaktor im Training und Mannschaftsabenden wurde der Zusammenhalt gestärkt. Aber auch taktische Flexibilität spielt eine wichtige Rolle. Gegen Freital verzichtete Zschach auf eine Viererkette und setzte stattdessen auf eine 3-5-2-Formation, um die Defensive zu stabilisieren und Kontersituationen zu vermeiden. „Wenn wir selbst das Spiel gemacht haben, war auffällig, dass es viele Kontersituationen gegen uns gab, die dann zu einfachen Gegentoren führten“, erklärt der Trainer.
Obwohl der VFC mit 40 Punkten Tabellenvierter ist und noch drei Spiele mehr als Freital und zwei mehr als Stahnsdorf und Halberstadt zur Verfügung hat, bleiben die Ziele realistisch. Die kommenden drei Auswärtsspiele gegen Glauchau, Bautzen und Grimma werden zeigen, ob die aufholjagd im Titelkampf ernstzunehmend ist. Das Team scheint bereit zu sein, diese Herausforderung anzunehmen. Tyron Profis, der mit zehn Saisontoren der treffsicherste Mann im Team ist, wird dabei eine Schlüsselrolle spielen. Seine verwandelten Elfmeter in den jüngsten Spitzenspielen waren entscheidend.
Die Faszination des Fußballs liegt oft in solchen unerwarteten Wendungen. Der VFC Plauen beweist, dass mit Leidenschaft, taktischer Intelligenz und einem starken Teamgeist auch ein Regionalliga-Absteiger in der Oberliga NOFV-Süd für Furore sorgen kann. Die Vogtländer haben den Jägern auf den Fersen eine neue Dimension verliehen.
