Vfc plauen: aufholjagd im gange – kann der regionalliga-absteiger überraschen?
Der VFC Plauen hat in der Oberliga NOFV-Süd für Furore gesorgt. Nach Siegen gegen den Tabellenführer Freital und RSV Eintracht Stahnsdorf bläst der ehemalige Regionalliga-Klub leise zur Aufholjagd. Doch der neue Trainer Norman Zschach warnt vor zu großem Enthusiasmus.
Der unerwartete aufstiegskandidat
Die Osterwochenenden waren für den VFC Plauen ein voller Erfolg. Zunächst wurde der Spitzenreiter SC Freital mit 1:0 bezwungen, und anschließend folgte ein 2:1-Sieg gegen RSV Eintracht Stahnsdorf, der damit erstmals in dieser Saison eine Niederlage kassierte. Trainer Norman Zschach scheint die Mannschaft in kurzer Zeit gepolt zu haben. Seine Bilanz ist beeindruckend: Fünf Punktspiele in Folge gewonnen und 16 Punkte aus sechs Spielen – eine Quote, die in der Liga ihresgleichen sucht.

Die taktische flexibilität als schlüssel zum erfolg
Zschach, der im Januar das Traineramt übernahm, hat nicht nur die Ergebnisse verbessert, sondern auch taktisch neue Impulse gesetzt. Gegen Freital wich er von seiner üblichen Viererkette ab und setzte auf eine 3-5-2-Formation. „Wenn wir selbst das Spiel machen, gab es oft Kontersituationen, die zu einfachen Gegentoren führten“, erklärte Zschach. Diese Anpassung stabilisierte die Defensive und ermöglichte es dem VFC, das Spielgeschehen besser zu kontrollieren.
Allerdings stehen dem Team nun drei schwere Auswärtsspiele in Glauchau, Bautzen und Grimma bevor. „Wir wollen unsere Hausaufgaben erledigen, aber ohne große Sprüche. Das A und O ist, dass alle Spieler auf dem Boden bleiben und von Spiel zu Spiel gehen.“

Mehr als nur fußball: der neue teamgeist
Hinter den jüngsten Erfolgen des VFC Plauen scheint ein neuer Mannschaftsgeist zu stecken. Nach einer durchwachsenen Hinrunde nutzte die Winterpause, um die Spieler nicht nur sportlich zu verbessern, sondern auch den Zusammenhalt zu stärken. Mannschaftsabende und trainingsbezogene Spaßangebote gehörten zum Programm. „Das hat bis jetzt gefruchtet“, so Zschach. Die Spieler scheinen sich als Team gefunden zu haben und agieren nun geschlossen auf dem Platz.
Tyron Profis, mit zehn Saisontoren der erfolgreichste Angreifer, entschied die letzten Spitzenspiele jeweils mit einem verwandelten Elfmeter. Doch Zschach betont: „Es geht nicht nur um einzelne Spieler, sondern um die gesamte Mannschaftsleistung. Wir wollen Gas geben und sehen, was die anderen machen.“
Die Tabelle zeigt, dass der VFC Plauen zwar noch auf dem vierten Platz liegt, der Rückstand auf die Spitze aber deutlich geschrumpft ist. Mit drei Spielen mehr als Stahnsdorf und Freital wächst die Hoffnung auf eine überraschende Wende in der Oberliga NOFV-Süd. Ob der VFC Plauen tatsächlich noch die Tabellenführung erobern kann, bleibt abzuwarten. Aber eines ist klar: Die Vogtländer sind zurück und sorgen für Aufsehen.
