Ulm dreht durch: schwarz weg, acht-punkte-abgrund, chaos ohne ende
Stephan Schwarz ist weg, die nächste Krise da. Nach 97 Tagen als Geschäftsführer verlässt der Manager den SSV Ulm 1846 Fußball mit sofortiger Wirkung – und hinterlässt einen Klub, der in der 3. Liga am Abgrund kratzt.
Schwarz und ulm: trennung nach 97 tagen
Die Spatzen geben sich gönnerhaft: „in gegenseitigem Einvernehmen“, heißt es in der Pressemeldung. Die Wahrheit: Unterschiedliche Vorstellungen über „sportliche Entwicklung und strategische Ausrichtung“ sprengten die Zusammenarbeit. Schwarz selbst wollte weg. Nach dem Abstieg aus der 2. Liga ist Ulm seit Monaten ein Pulverfass.
Der Ablauf liest sich wie ein Lehrstück in Desaster. Erst flog Trainer Robert Lechleiter, dann Moritz Glasbrenner, danach Geschäftsführer Markus Thiele. Schwarz kam am 1. Dezember 2025, nun folgt die nächste Personalie. Die Liste der Opfer wird länger als die der Siege.

Pavel dotchev steht vor einer mammutaufgabe
Aktuell betreut Pavel Dotchev das Team – der dritte Coach innerhalb einer Saison. Acht Punkte fehlen auf den rettenden 16. Platz. Zuletzt schenkte Ulm Schlusslicht Schweinfurt eine 2:0-Führung her und kassierte trotzdem die 2:3-Pleite.
Die Statistik nagt am Selbstvertrauen: 21 Spiele, 18 Punkte, das zweitschlechteste Torverhältnis der Liga. Die Fans rechnen nicht mehr mit dem Klassenerhalt, sie rechnen mit dem nächsten Rücktritt.
Vorstand Dominik Schwärzel verspricht „Ruhe und Sorgfalt“ bei der Neubesetzung. Interim führen er und Robert Holzer die Geschäfte. Doch wer will diese Stelle? Die Ulm-Führung ist seit Jahren ein Revolver, der nach jedem Schuss neu geladen wird.
Die Spieler schweigen, die Arena grollt. Am Donnerstag steht das Training auf dem Programm, am Sonntag wartet Viktoria Köln. Noch sieben Spieltage, acht Punkte Abstand – und kein Funke Zuversicht. Schwarz ist Geschichte, das Elend bleibt.
