Saarbrücken am abgrund: havelse-pleite befeuert fan-wut!
Schock in Saarbrücken! Nach der 0:2-Niederlage beim TSV Havelse im direkten Duell gegen den Tabellenkeller droht der Abstiegsstrudel, aus dem sich der 1. FC Saarbrücken schwer befreien wird. Die Fans tobten, die Spieler schienen von der Aufgabe völlig paralysiert – und Kapitän Patrick Sontheimer sprach Klartext, der in der angespannten Atmosphäre des Saarbrücker Lagers schmerzlich wirkte.

Die kurve revoltiert: "ihr seid nicht saarbrücker!"
Die aufgebrachten Anhänger des FCS lieferten sich einen verbalen Schlagabtausch mit den Spielern nach dem Schlusspfiff. Der Gesang aus der Gästekurve war unmissverständlich: "Ihr seid nicht Saarbrücker!" – ein Ausdruck der tiefen Enttäuschung und des Unverständnisses über die erschreckende Vorstellung des Teams. Denn was auf dem Platz gezeigt wurde, war alles andere als das, was man von einem Aufsteiger in der 3. Liga erwartet.
Trainer Argiros Giannikis, sichtlich frustriert, äußerte sich am Magenta-Mikrofon: "Wir hatten eine Riesenchance, davonzueilen. Rechnerisch wäre es nicht durch gewesen, aber wir wollten Druck aufbauen. Da musst du einfach schärfer sein!" Die Worte des Coaches hallten wie ein Echo der eigenen Hilflosigkeit wider. Denn schärfer war der FCS an diesem Tag bei weitem nicht.
Kapitän Sontheimer spiegelte die Stimmung im Team wider: "Der Auftritt heute war des 1. FC Saarbrücken nicht würdig." Die Selbstkritik des Routiniers war ehrlich, aber wenig tröstlich angesichts der düsteren Lage. Das Spiel in Havelse offenbarte einmal mehr die Schwächen der Saarländer: Hintermannschaft unaufmerksam, Angriffslustlosigkeit.
Zweimal verschlafen, dreimal vergeben – das war die bittere Bilanz. Während die Abwehr zweimal patzte und Havelse in Führung brachte, scheiterten die Stürmer des FCS an ihrer eigenen Chancenverwertung. Dominic Baumann hatte beispielsweise dreimal die Möglichkeit, den Anschlusstreffer zu erzielen, blieb aber erfolglos. "Wir waren nicht kaltschnäuzig genug“, klagte Sontheimer. „Das war häufiger in dieser Saison so.“
Giannikis ging noch weiter: "Wir hätten drei, vier Stunden spielen können, wir hätten kein Tor gemacht!" Ein Satz, der die erschreckende Chancenlosigkeit des FCS auf den Punkt brachte. Es ist ein Teufelskreis, aus dem sich das Team befreien muss, wenn es dem Abstieg entkommen will.
Die Niederlage gegen Havelse, die viertschlechteste Heimmannschaft der 3. Liga, war ein herber Rückschlag. Mit maximal acht Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone geht der FCS nun in die entscheidenden Wochen. Ein Sieg Ulms am späteren Nachmittag in Rostock würde den Abstand auf lediglich fünf Zähler zusammenschrumpfen. Die Aufgabe, den Abstiegskampf zu meistern, wird damit immer schwieriger.
Sontheimer versprach eine Aufarbeitung: „Jeder muss sich an der eigenen Nase fassen. Aber ich kann versprechen, dass wir wieder aufstehen werden.“ Ob diese Versprechen gehalten werden können, wird sich am kommenden Samstag im wichtigen Heimspiel gegen den TSV 1860 München zeigen. Dort muss der FCS endlich den Schalter umlegen und zeigen, dass der Kampfgeist noch nicht gänzlich erloschen ist.
