Mainz vor hürde in straßburg: millionen-stadion und flugzeug-sonnenschutz!
Ein Fußballstadion, das aus Rumpfteilen von Airbus-Flugzeugen besteht? Racing Straßburg hat nicht nur sein Stadion für das Conference-League-Viertelfinal-Rückspiel gegen Mainz 05 auf Vordermann gebracht, sondern auch eine weltweit einzigartige Lösung für den Sonnenschutz gefunden. Für das FSV-Team wird es am Donnerstagabend eine ganz besondere Atmosphäre geben – und das aus gutem Grund.
Die zahlen sprechen eine deutliche sprache
180 Millionen Euro wurden in das Stadion investiert, wobei die öffentliche Hand den Großteil – 155 Millionen Euro – bereitstellte. Racing selbst trug 25 Millionen Euro bei, was durch die Beteiligung der BlueCo-Group erleichtert wurde. Diese Investition ermöglichte den Bau einer neuen Haupttribüne, die die Kapazität von 26.000 auf stolze 32.000 Zuschauer erhöht hat. Das Spiel gegen Mainz ist restlos ausverkauft, ein Beweis für die Begeisterung der Fans.
Dominik Kohr und Co. müssen sich auf eine tobende Menge einstellen. Bereits 2019 traf Eintracht Frankfurt im Stade de la Meinau auf Racing – damals ging die Partie mit 0:1 verloren, im Rückspiel in Frankfurt setzte sich Eintracht jedoch mit 3:0 durch. Doch das ist Geschichte. Die Straßburger haben seitdem massiv in ihre Infrastruktur investiert. Die Architekten von Populous und Rey+de Crecy haben sich beim Neubau der Südtribüne zum Ziel gesetzt, neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit zu setzen.
Einzigartig: Die Verwendung von ausgemusterten Rumpfteilen von Airbus-Flugzeugen als Sonnenschutz ist weltweit eine Premiere im Stadionbau. Rund 4000 Quadratmeter dieser Materialien wurden verbaut, um eine optimale Beschattung zu gewährleisten. Marc Keller, der Präsident von Racing Straßburg, blickt optimistisch in die Zukunft. „Für unser neues Projekt ist es wichtig, in Europa dabei zu sein“, erklärte er im kicker+. Er führte den Verein 2012 aus der finanziellen Tiefe zurück, nachdem Racing 2011 in die Insolvenz gegangen war und in der fünften Liga spielte. Die BlueCo-Group, zu der auch der FC Chelsea gehört, hat nun die Anteile übernommen und sorgt für weitere finanzielle Stabilität.
Die finanzielle Lage hat sich für Racing deutlich verbessert. Keller erklärt: „Vor ein paar Jahren haben wir noch 25 Millionen Euro Fernsehgeld bekommen, jetzt sind es nur noch fünf Millionen.“ Die nächsten Investitionen sollen in das Trainingszentrum der Profis und die Akademie fließen. Dadurch soll Straßburg in puncto Infrastruktur wieder an die Spitze der Ligue 1 zurückkehren. Am Donnerstag gilt es nun, diese neue Infrastruktur mit einem Sieg gegen Mainz zu krönen. Die Ausgangslage ist klar: Straßburg will sich für die europäische Bühne qualifizieren und hat dafür alles in Bewegung gesetzt.

Die straßburger sind bereit
Mit dem ausgeklügelten Stadion und der Unterstützung der Fans will Racing Straßburg den Mainzern einheizeln. Es wird ein Duell der Nerven, bei dem die Atmosphäre eine entscheidende Rolle spielen könnte. Die Mainzer müssen sich auf einen Gegner einstellen, der mit neuem Selbstvertrauen und einem beeindruckenden Stadion im Rücken aufwartet. Die Frage ist, ob sie dem Druck standhalten können.
