Mainz vor dem endspurt: fischer will abstiegskampf abschließen

Die Luft wird dünner in Mainz. Trainer Urs Fischer vom FSV Mainz 05 hat sich eine klare Vorgabe gesetzt: Der Abstiegskampf der Bundesliga muss am Sonntag gegen den FC St. Pauli endgültig beigelegt werden. Ein Sieg wäre ein gewaltiger Schritt zur Rettung, doch der Druck ist spürbar.

Die rheinhessen im visier: drei spieltage, acht punkte vorsprung

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Mainz hat derzeit einen komfortablen Vorsprung von acht Punkten auf die abstiegsbedrohten Hamburger. Theoretisch ist die Situation also entspannt – doch Fischer scheint wenig Lust auf voreilige Freuden zu haben. „Wir haben versucht, uns dafür vorzubereiten. Wir wollen den Sack zumachen. Wir wollen das hinbekommen“, erklärte der Schweizer Coach vor dem entscheidenden Duell. Seine Worte sind ein deutliches Signal an die Mannschaft: Die Aufgabe ist noch nicht erledigt.

Fischer, der im Dezember das Ruder übernommen hatte, wirkt trotz der angespannten Lage ruhig und konzentriert. Er wehrt sich gegen übliche Journalistenfragen mit pragmatischer Gelassenheit: „Vorher werde ich mich dazu nicht äußern“, so seine Antwort auf die Frage nach möglichen Glücksmomenten im Falle eines Erfolgs. Stattdessen scheint er sich voll und ganz auf die unmittelbare Aufgabe zu fokussieren. Die Frage, ob er ein Spontanfeuerwerk bei einem Sieg zulässt, beantwortete er mit einem bezeichnenden Lächeln: „Ich bekomme das schon hin.“

Die Fans der Nullfünfer dürfen also noch etwas auf überschwängliche Jubelarien ihres Trainers warten. Entscheidend ist jetzt, dass die Mannschaft auf dem Platz liefert und den Vorsprung gegen einen kämpfenden St. Pauli verteidigt. Denn die Wahrheit ist: Ein Punktverlust könnte die Situation unnötig verkomplizieren und den Abstiegskampf bis zur letzten Sekunde spannend machen. Die Faszination des Fußballs liegt schließlich oft im unerwarteten Wendepunkt.