Bayern kassiert 83 millionen – und die kasse klingelt weiter

15 Millionen für ein einziges Spiel, 83,4 Millionen schon jetzt, bis zu 150 Millionen möglich: Der FC Bayern hat Real Madrid nicht nur aus dem Weg geräumt, sondern auch die eigene Bank zur Macht werfen lassen. Das 4:3 im Gesamtscore war ein Sportdrama, die Bilanz danach liest sich wie ein Gangsterfilm – nur dass die Beute legal ist.

Die rechnung, die sich vincent kompany nicht träumen ließ

Als der Trainer nach dem Schlusspfiff sagte, es sei ein „wunderschöner Abend“, wusste er vermutlich noch nicht, wie schön die Zahlen sind. Die 15-Millionen-Prämie für das Halbfinale schiebt die Münchener auf einen neuen Club-Rekord. Noch nie kassierte der Verein in einer Europapokalsaison so viel Geld von der UEFA – und es kommt dicke nach. Steigen die Bayern in Budapest ins Finale ein, winken weitere 18,5 Millionen. Gewinnen sie am 30. Mai, nochmal 6,5 Millionen obendrauf. Dazu die sogenannte Werteprämie, berechnet aus dem Zehnjahres-Koeffizienten und dem Marktpool. Maximal 40 Millionen sind dort drin. Die Summe: bis zu 150 Millionen Euro. Das ist kein Preisgeld mehr, das ist ein kleiner Bundeshaushalt.

Und selbst das ist noch nicht alles. Die Allianz Arena war in den bisherigen sechs Heimspielen ausverkauft, die Kasse machte plop, und rund 30 Millionen aus Ticketverkauf, Catering und Merchandising wanderten zusätzlich in die Kasse. Die Münchner spielen also gleich doppelt: auf dem Platz und auf dem Parkett. Wer jetzt noch sagt, Fußball sei nur ein Spiel, hat die Steuererklärung noch nicht gesehen.

Psg wartet – und mit ihm die nächste goldgrube

Psg wartet – und mit ihm die nächste goldgrube

Im Halbfinale wartet Paris Saint-Germain, das Star-Ensemble aus dem Parc des Princes. Für die Bayern ist das mehr als ein Sport-Duell: Es ist eine Frage der Finanz-Mentalität. PSG hat in den vergangenen Jahren mehr Geld verbrannt als jeder andere Club Europas, die Bayern haben verdient. Nun treffen beide Konzepte aufeinander – und der Gewinner kassiert nicht nur den Einzug ins Endspiel, sondern auch die nächste Riesen-Prämie. Die 18,5 Millionen für das Finale sind bereits eingeplant, sagt intern niemand, aber jeder denkt es.

Die Saison ist längst zur Gelddruck-Maschine geworden. Selbst wenn das Team in den letzten Wochen der Bundesliga noch patzt, die Champions-League-Karre zieht die Bilanz alleine aus dem Dreck. Für die Aktiengesellschaft ist das ein Glücksfall, für die Fans ein Grund, sich auf die nächste Reise vorzubereiten. Budapest ruft – und die Bank ebenfalls.

Am Ende bleibt eine einfache Wahrheit: Wer gewinnt, kann spielen. Wer spielt, kann kassieren. Und wer kassiert wie der FC Bayern, der kann sich bis zum Sommerurlaub die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Die Meisterschaft? Schön und gut. Die Champions League? Das ist das Geschäft, das die Münchner reich macht – und zwar buchstäblich.