Fortuna köln schon in 3. liga gedanklich angekommen

Acht Punkte Vorsprung, ein Rückrundensieg nach dem anderen – für SC Fortuna Köln ist die Regionalliga West längst kein Ziel mehr, sondern nur noch ein Durchgangsstadium. Die Frage ist nicht mehr, ob sie aufsteigen, sondern wie schnell.

Der Blick richtet sich bereits auf Lizenzpapier und Kaderplanung. Präsident Hanns-Jörg Westendorf und Coach Matthias Mink schicken die Unterlagen an den DFB, rechnen mit Rückfragen zu Finanzfragen. „Wenn man nicht gerade im Geld schwimmt, kommen immer Fragen auf“, sagt Westendorf. Er spricht offen über TV-Einnahmen, höhere Sponsorengespräche, teurere Gehaltsstruktur. Kein Wunschdenken, sondern operative Vorbereitung.

Koschinat-vergleich brennt sich fest

Koschinat-vergleich brennt sich fest

2014 schaffte Fortuna unter Uwe Koschinat den Aufstieg, nachdem sie 76 Punkte holte. Vergleiche sind schnell gezogen: dieselbe Ruhe, dieselbe Führungsspieler-Qualität, derselbe Teamgeist. Westendorf bestätigt: „Der Kader ist drittligatauglich.“ Mink nickt ab. Einige Spieler besitzen bereits Liga-3-Klauseln, andere Verlängerungen greifen automatisch.

Bevor die Lizenz kommt, wartet allerdings noch Velbert. Die SSVg steht auf dem letzten Tabellenplatz, wird alles in die Waagschale werfen. Bogdan Komorowski, früher Fortuna-Reserve-Coach, kennt die Südstadt-Tricks. „Die kämpfen ums Überleben, das wird alles andere als einfach“, warnt Westendorf. Drei Punkte dort, und die magische 70-Punkte-Marke rückt näher.

Die 53 Zähler auf dem Konto? Nur Tagesform. Die Meisterschaft ist längst in Kölner Köpfen abgehakt. Das Spiel gegen Velbert ist ein Aufgalopp, nicht mehr. Die 3. Liga wartet bereits mit offenen Toren – und Fortuna Köln mit dem Langzeit-Ticket in der Tasche.