Federer schlägt auch das geld: milliarden-marke geknackt
Roger Federer spielt jetzt in einer Liga, in der es keine Tiebreaks gibt. Der 44-jährige Schweizer ist erstmals auf der Forbes-Liste der Milliardäre gelandet – mit 1,1 Milliarden Dollar und einer Botschaft: Der Schläger war nur die Eintrittskarte, die wahre Siegesserie lief neben dem Platz.
Die quelle ist nicht wimbledon, sondern wrist
Während andere Superstars ihre Milliarden aus Tech-Deals oder Ölquellen saugen, kommt Federers Vermögen zu 85 Prozent von Handgelenken und Flaschenkorken. Rolex, Mercedes, Moët & Chandon – Marken, die sein Image des perfekten Gentleman erfanden und mit ihm vergoldeten. Spitzenjahre: 100 Millionen Dollar jährlich, ohne einen Ball zu schlagen. Der Uniqlo-Vertrag allein bringt ihm 300 Millionen ein, bis 2028.
On-Aktien? Drei Prozent. Klingt nach Peanuts. Rechnet man aber die Börsenkapitalisierung des Schuhherstellers hoch, steht da ein zweistelliger Millionenbetrag im Nennwert. Federer hat sich selbst zur Marke gemacht – und die Marke läuft weiter, auch wenn die Knie nicht mehr mitspielen.

Erst siebter sportler, aber erster mit klasse
LeBron, Tiger, Ronaldo – sie alle schafften die Milliarde vor ihm. Doch keiner verkörperte das Prädikat „Milliardär“ so wenig wie Federer. Keine Yacht-Feeds, keine Twitter-Beefs, keine NFT-Hype-Trainings. Stattdessen: Foundation für afrikanische Kinder, Gala-Outfits, die eher an ein Smoking-Handbuch erinnern als an einen Sneaker-Drop. Die Forbes-Platzierung 3185 ist deshalb kein PR-Coup, sondern die logische Konsequenz aus 20 Jahren Systematik.
Die Tennis-Welt schaut neidisch. Djokovic und Nadal jagen noch Grand-Slam-Trophäen, Federer jagt Dividenden. Und während andere Sportler ihre Karriereenden mit Comeback-Gerüchten füllen, plant er laut Insidern den nächsten Börsengang mit On. Das nächste Mal, wenn ein Kind nach dem Vorbild fragt, lautet die Antwort nicht „Backhand“, sondern „Brand-Hand“.
Federer hat nicht nur die Grenze von einer Milliarde überschritten – er hat sie mit Vorhand-Topspin überspielt. Die Botschaft an die Konkurrenz: Ihr könnt noch so viele Sätze gewinnen, das Match um die Markenherzen hat er schon entschieden.
