Werder fegt dortmund vom tisch – 15. sieg, platz 2 und jetzt düsseldorf
3:0 in Dortmund, 15 Siege nach 19 Spieltagen und punktgleich mit Spitzenreiter Düsseldorf: Werders Tischtenissteam schraubt die Meister-Sensation fest. Mattias Falck und Kirill Gerassimenko flogen frisch von ihren National-Meisterschaften herein, müde, ohne Training – und schlugen trotzdem zu.
Bertrand öffnet die tür zum triumph
Der Abend begann mit Irvin Bertrand gegen Kristian Karlsson. Fünf Sätze, 45 Minuten Herzklopfen. Als der Franzose den Schweden in den Entscheidungspunzen zerrte, war die Partie gelaufen. „Türöffner“ nannte Coach Cristian Tamas den 3:2-Knaller. Danach drehte Gerassimenko einen 0:2-Rückstand gegen Adam Szudi, Falck ließ nach Satz eins gegen Alberto Mino nichts mehr anbrennen – 3:0, Abpfiff, nächster Halt Weser-Stadion.
Die Bremer wussten: Verlieren war keine Option. Bei einer Niederlage hätte Düsseldorf vor dem Top-Duell am Freitag (19 Uhr, live im Weser-Stadion) schon wieder drei Punkte weg sein können. So aber liegt Werder mit 30:8-Zählern auf Tuchfühlung zum Rekordmeister. „Wir sind super glücklich, die Jungs haben Charakter gezeigt“, sagte Tamas und klopfte demonstrativ auf die Schultern seiner Stars.

Falck und gerassimenko: jet-set mit sieg-garantie
Schwedische Elitserie, kasachische Meisterschaft – Falck und Gerassimenko sammelten Kilometer wie andere Punkte. Direkt vom Flughafen in die Halle, keine Einheit, keine Taktik-Besprechung. „Wir sind Profis, wir wissen, was zu tun ist“, sagte Falck und grinste verschmitzt. Die Zahlen sprechen für sich: 15 Siege, nur vier Niederlagen, beste Quote seit der Rückkehr in die Bundesliga 2018.
Die Stimmung im Lager? „Euphorisch, aber hungrig“, erklärte Manager Frank von der Heyde. Denn das letzte große Ziel heißt Final Four. Dort ist Werder bereits qualifiziert, doch wer als Erster in die K.o.-Phase geht, spart Kräfte und Nerven. Ein Sieg gegen Düsseldorf würde die Bremer erstmals seit 14 Jahren zur Herbst-Meisterschaft krönen – und den Gegner mit einem Bein im Aus schubsen.
Die Fans sind bereit: 3.000 Tickets sind weg, die restlichen 500 sollen am Freitag vor der Halle vergeben werden. Die Nachfrage ist so groß, dass die Stadt zusätzliche Parkplätze freigibt. Für viele Anhänger ist das Spiel längst mehr als Sport – es ist die Revanche für die Play-off-Pleite 2022, als Düsseldorf im Goldenen Satz das Aus bescherte.
Klaus Schäfer, TSV Pelkum Sportwelt
