Tigers pulverisieren berlin: 5:1-kantersieg wirft eisbären aus der kurve

Der Pulverturm explodierte. Die Straubing Tigers schleuderten den amtierenden Meister mit einem 5:1 aus der eigenen Arena und ließen in 13 Minuten die Play-off-Serie kippen. Berlin wirkte wie betäubt, die Tigers wie entfesselt – ein Auftakt, der die DEL aufhorchen lässt.

Wie ein boxer, der den gegner mit der ersten glocke trifft

Tim Fleischer brauchte 37 Sekunden, um Jonas Stettmer die Handschuhe zu heizen. Sekunden später folgte Tyler Madden mit dem zweiten Schlag, Tim Brunnhuber mit dem dritten. Nach 1:48 Minuten stand 3:0 auf der Anzeige – ein Start, den selbst Aleksandrs Kercs so nicht geplant hatte. „Wir waren sofort in der Zone, Berlin hat uns nicht bremsen können“, sagte der Skills-Coach nach dem Spiel.

Die Eisbären schauten in die Runde wie nach einem Schlag auf die Ohren. Die Zweikämpfe verloren sie 28:37, die Schüsse 19:34. Yannick Veilleux versuchte mit Fäusten Gegenwehr, flog mit Adrian Klein gemeinsam auf die Strafbank – doch die Berliner Wut war nur ein Strohfeuer.

Leonhardt und halloran nageln berlin ans kreuz

Leonhardt und halloran nageln berlin ans kreuz

Mit 4:0 nach 23 Minuten war die Partie eigentlich gelaufen. Danjo Leonhardt schob die Scheibe nach perfekter Vorarbeit von Brunnhuber über die Linie, Nick Halloran erledigte den Rest nach 70 Sekunden im Schlussdrittel. Der eingewechselte Kai Wissmann traf zwar noch, doch das war Ergebniskosmetik. Haukeland musste nur 14 Schüsse parieren – ein Arbeitsnachmittag.

Die Zahlen sind gnadenlos: Straubing gewann 67 % der Bullys, blockte 19 Schüsse, spielte 7:0 Minuten ohne Gegentor in Unterzahl. Die Tigers dominierten nicht nur, sie entzauberten den Meister. Die Serie ist noch jung, aber die Botschaft ist angekommen: Der Pulverturm ist kein Scherz – und Berlin muss sich neu erfinden.