Playoff-desaster zum auftakt: eisbären und münchen bluten gleich

117 Sekunden. So schnell war der Titelverteidigungs-Traum der Eisbären Berlin schon begraben. Drei Gegentore in 73 Sekunden, ein 1:5 am Ende – die Straubing Tigers feierten ein Debakel für die Gäste. Die Hauptstädter fuhren mit fünf Siegen im Rücken in die DEL-Viertelfinals, doch der Schwand blieb in der Umkleide.

Blitz-treffer der tigers reißen berlin aus dem konzept

Tim Fleischer nagelte den Puck nach 61 Sekunden zum 1:0, Tyler Madden und Tim Brunnhuber schraubten das Ergebnis auf 3:0 – alles vor Ablauf der dritten Spielminute. Die Halle in Niederbayern tobte, die Eisbären wirkten wie gelähmt. Danjo Leonhardt und Nicholas Halloran legten nach, ehe Liam Kirk das Ehrentor erzielte. Die Serie geht nach Berlin, doch der Schock sitzt tief.

Die Münchner Rot-Blauen erlebten ein ähnliches Schreck-Szenario. Gegen den ERC Ingolstadt lagen sie nach 26 Minuten 0:4 zurück. Die Aufholjagd brachte 5 Treffer, reichte aber nur zum 5:6. Heimvorteil verschenkt, Serie ausgeglichen, Druck auf den Spiel eins-Sieg verdampft.

Köln und mannheim warten auf ihren start

Köln und mannheim warten auf ihren start

Während Berlin und München schon bluten, steigen die Kölner Haie erst am Mittwoch (19.30 Uhr) in Schwenningen ein. Die Wild Wings erhalten den Hauptrundensieger vor heimischem Publikum, weil die Lanxess Arena zeitweise belegt ist. Parallel startet die Serie zwischen Adler Mannheim und Fischtown Pinguins – zwei Teams, die zuletzt tief in die Playoffs stürmten und nun auf frischer Betonbahn erneut kollidieren.

Die DEL verspricht Dramatik, doch schon jetzt zeigt sich: Wer nicht von der ersten Sekunde wach ist, fliegt raus. Die Eisbären wissen es, München auch. Der Rest der Liga hat die Warnung verstanden.